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Koalition will mehr Tempo

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP einigten sich nach langen Verhandlungen darauf, dass bei Autobahnen 144 Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan rund um Stauschwerpunkte und Engstellen beschleunigt werden.

Von dpa
Bei Autobahnprojekten
Die Autobahn A643 durchschneidet das Naturschutzgebiet Mainzer Sand auf der Strecke zwischen Schiersteiner Brücke und Mainzer Autobahnring. Der geplante Ausbau der Schnellstraße auf sechs Spuren erhitzt seit Jahren die Gemüter. | Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

Berlin (dpa). - Mehr Tempo auch bei Autobahnprojekten: Das war in der Koalition lange umstritten. Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP einigten sich aber nun nach langen Verhandlungen darauf, dass nicht nur das Schienennetzes schneller modernisiert und marode Brücken schneller und einfacher saniert und ersetzt werden als bisher. Auch bei Autobahnen sollen Projekte beschleunigt werden. Es geht um Stauschwerpunkte und Engstellen.

Insgesamt handelt es sich um 144 Projekte aus dem Bundesverkehrswegeplan. Diese könnten nun „superschnell umgesetzt werden”, wie es in einer Liste des Verkehrsministeriums heißt. Diese lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Für die Projekte soll ein „überragendes öffentliches Interesse” festgeschrieben werden. Das soll Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Umweltschutzprüfungen beschleunigen. Das Ziel: weniger Staus und flüssiger Verkehr auf den Autobahnen.

Zu den Engpassbeseitigungen und Lückenschlüssen gehören Projekte vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Verkehrsstaatsekretär Michael Theurer (FDP) nannte auf Twitter Projekte etwa auf den Autobahnen 5, 6 und 8.

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte argumentiert, der Güterverkehr besonders auf der Straße werde laut einer Prognose in den kommenden Jahrzehnten stark wachsen. Mit dem schnelleren Ausbau von Strecken sollten Staus verringert werden - durch die auch wirtschaftliche Schäden entstünden.

Scharfe Kritik kam vom Umweltverband Greenpeace. Der geschäftsführende Vorstand Martin Kaiser kommentierte, wenn nun 144 zusätzliche „klimaschädliche Autobahnprojekte” beschleunigt durchs Land asphaltiert werden sollten, werde das Klima weiter vor die Wand gefahren.

dpa

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