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Porr fördert nachhaltig Bau-Recycling mit neuen Anlagen

Porr fördert mit Recyclingprojekten wie Gips-zu-Gips und Urban Mining nachhaltiges Bauen, reduziert CO2-Emissionen und senkt Kosten in der Bauindustrie.

Von ABZ
Kreislaufwirtschaft in der Baubranche
Im Recyclingwerk Himberg werden Baurestmassen sortiert und für die weitere Verwertung aufbereitet. | Foto: PORR

München (ABZ). – Die Firma Porr treibt laut eigener Aussage als Vorreiter die Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie voran. Mit einer Recyclingmenge von 2,8 Millionen Tonnen im Jahr 2023 und einem jährlichen Wachstum von rund 13 % zwischen 2021 und 2023 setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf nachhaltige Lösungen für die Baubranche.

Ein Beispiel dafür ist die erste Gips-zu-Gips-Recyclinganlage Österreichs, die im Herbst 2023 in Betrieb genommen wurde. Mit einer geplanten Jahreskapazität von 60.000 t deckt sie laut Porr den gesamten Bedarf im Osten Österreichs ab.

In Deutschland kommen auf den Baustellen des Unternehmens mobile Recyclinganlagen zum Einsatz, die Transportwege minimieren und eine effiziente Wiederverwertung ermöglichen sollen. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem aktiven Urban Mining, bei dem durch fachmännischen Rückbau neue Sekundärrohstoffe gewonnen werden. Als Beispiele nennt das Unternehmen den Rückbau des RWE-Kraftwerks im nordrhein-westfälischen Voerde oder des Vattenfall-Heizkraftwerks Wilmersdorf in Berlin.

Auch im Hochbau gewinnt Urban Mining an Bedeutung, wie das Rathausprojekt im hessischen Korbach zeige. Dort wurden die mineralischen Abbruchmaterialien des alten Rathausanbaus aus den 1970er-Jahren ortsnah aufbereitet und im Beton für den Neubau wiedereingesetzt. Rund 62 % des Abbruchmaterials konnten so wiederverwendet werden. Der Neubau wurde zudem so konzipiert, dass alle Materialien bei einem späteren Rückbau oder einer Sanierung sortenrein trennbar sind.

Die Dimensionen der Wiederverwertung von Abbruchabfällen soll das neue Recycling Center Himberg in Österreich verdeutlichen. Es ist eine der größten Recyclinganlagen für Bauabfälle in Österreich und kann bis zu 700.000 t Abbruchabfälle, Ziegel und Beton pro Jahr verarbeiten und wiederverwenden. Die Kreislaufwirtschaft bietet laut Porr zahlreiche Vorteile für die Bauindustrie. Durch das Recycling von Baustoffen werde nicht nur der Bedarf an Primärrohstoffen reduziert, sondern auch die CO2-Emissionen und Abfallmengen gesenkt. Das Verwenden von recycelten Materialien könne zudem zu Kosteneinsparungen führen, indem Transport- und Entsorgungskosten gesenkt werden. Die Vorreiterrolle des Bauunternehmens werde durch externe Ratings bestätigt. Bereits zum vierten Mal in Folge erzielt Porr mit einem "AA" Rating von MSCI nach eigenen Angaben einen branchenweiten Spitzenwert.

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