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Liebherr-Baumaschinen für unterschiedlichste Einsätze

Liebherr zeigt auf der NordBau 2025 Baumaschinen für Erdbewegung und Spezialtiefbau, darunter das LRB 19, den A 911 Compact und den L 506 Compact.

Von ABZ
NordBau 2025
Die neuen Mobilbagger überzeugen nach Aussage von Liebherr durch die Kombination aus durchdachtem Maschinenkonzept und benutzerfreundlicher Bedienung. Aufgrund ihrer robusten Bauweise und hohen Leistungsfähigkeit sind sie sehr geeignet für effizientes Arbeiten. | Foto: Liebherr International

Nussbaumen/Schweiz (ABZ). – Vom 10. bis 14. September 2025 präsentiert Liebherr auf der NordBau in den Holstenhallen Neumünster drei Baumaschinen aus den Bereichen Spezialtiefbau und Erdbewegung.

Auf dem Stand N 224 im Freigelände Nord zeigt das Unternehmen Exponate für Einsätze in der Erdbewegung, im Straßen-, Garten- und Landschaftsbau sowie in der Kommunaltechnik. Auf dem 300 m² großen Messestand werden das Ramm- und Bohrgerät LRB 19 mit dem Hochrüttler LV 23, der Kompakt-Mobilbagger A 911 Compact und der Radlader L 506 Compact ausgestellt. Im Pavillon des Standes informiert Liebherr über sein Remanufacturing-Programm.

Das Ramm- und Bohrgerät LRB 19 ist für Aufgaben im Spezialtiefbau konzipiert. Für die Leistung beim Bohren mit Kellyausrüstung, Doppelbohrkopf, Vollverdrängerwerkzeug oder Bodenmischen sorgen laut Hersteller der 450-Kilowatt-Motor und der Bohrantrieb BAT 180.1 mit 180 kNm maximalem Drehmoment.

Liebherr präsentiert das Exponat mit dem Rüttler LV 23. Der Hochfrequenzrüttler bringt Stahlspundbohlen, Stahlrohre oder andere Rammelemente ein oder zieht diese wieder. Er wird mäklergeführt an die Trägergeräte der LRB-Serie angebaut.

Automatisch gekoppelt

Durch das hydraulische Schnellwechselsystem sind die verschiedenen Anbaugeräte des LRB 19 ohne Werkzeug und ohne die Kabine verlassen zu müssen wechselbar. Sämtliche hydraulische, mechanische und elektrische Verbindungen werden automatisch gekoppelt. Das System LRB 19 besitzt ein Selbstmontagesystem für den Ballast. Dieser kann durch den Mäkler des LRB 19 angehoben werden, wodurch kein zusätzlicher Kran für den Aufbau benötigt wird. Die Liebherr-Assistenzsysteme für Spezialtiefbau-Anwendungen sollen Sicherheit und Effizienz erhöhen. Die Arbeitsbereichseinschränkung unterstützt den Fahrer dabei, den Drehbereich, die Ausladung oder die Gerätehöhe zu überwachen.

Für die Ausrichtung der Anbauwerkzeuge bei Bohr- oder Rammverfahren assistiert das Positionierungssystem LIPOS mit Satellitentechnologie. Durch den Bohrassistenten wird beim Endlosschneckenbohren der Betoniervorgang automatisiert. Der Rüttelstopfprozess läuft dank des Vibro-Assistenten automatisiert ab. Der A 911 Compact ist für Arbeiten auf engstem Raum konzipiert. Sein geringer Heckschwenkradius von 1,6 m und Frontschwenkradius von 2,1 m macht den Mobilbagger wendig.

Der Motor hat wahlweise eine Leistung von 55 oder 80 kW und ist je nach Ausführung mit einem SCR-System und Ladeluftkühlung ausgestattet. Die robuste Unterwagenkonstruktion mit integriertem Fahrantrieb bietet durch die hohe Zugkraft eine Beschleunigung. Die Speeder-Version lässt Geschwindigkeiten bis 37 km/h zu. Für Stabilität sorgen die Liebherr-Standardreifen, die in mehreren Ausführungen, wie beispielsweise als Zwillingsbereifung, verfügbar sind.

Die Kabine bietet Platz für ein fahrerspezifisches Einstellen der Bedienelemente. Das zur Standardausstattung gehörende Bediensystem INTUSI (Intuitives User Interface) erlaubt das individuelle Anordnen der Betriebsfunktionen.

Vielseitig in der Anwendung

Der L 506 Compact eignet sich laut Liebherr für Anwendungen im Straßen- und Gartenbau, im Hoch-, Tief- und Ingenieursbau sowie im Kommunaldienst und für Mietflotten. Die kompakte und niedrige Bauweise führt zu einem tiefen Schwerpunkt, was hohe Nutzlasten gewährt und die Stand- und Kippsicherheit erhöht.

Der hydrostatische Liebherr-Fahrantrieb ermöglicht eine stufenlose Beschleunigung ohne Schaltvorgänge und ohne Zugkraftunterbrechung. Als Speeder-Variante erreicht der L 506 eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h.

Der hydraulische Schnellwechsler LIKUFIX mit automatischem Hydraulik-Kupplungssystem ermöglicht ein schnelles Wechseln der Anbauwerkzeuge per Knopfdruck aus der Kabine. Das Kabinendesign soll konzentrierteres und ermüdungsfreieres Arbeiten ermöglichen. Großzügige Glasflächen bis in den Fußbereich sorgen für Rundumsicht.

Der gesamte Motorraum ist mit nur einer Haube abgedeckt und dadurch zugänglich. Wartungen können vom Boden aus durchgeführt werden.

Remanufacturing-Programm

Im Pavillon erhalten Besucherinnen und Besucher Informationen zum Liebherr-Remanufacturing-Programm. Beim Remanufacturing steht die Weiterverwendung vorhandener Strukturen der Produktsegmente Erdbewegung und Materialumschlag im Vordergrund. Verbrennungsmotoren, Hydraulikpumpen, -zylinder und -motoren, Getriebe sowie Seilwinden und Elektronik-Komponenten werden zerlegt, gereinigt und inspiziert.

Je nach Zustand werden die Einzelteile nachbearbeitet und anschließend wieder zu einer Gesamtkomponente montiert. Es gibt drei Aufbereitungsstufen: Austausch durch bereits aufgearbeitete Komponente, Generalüberholung und Reparatur. Das Programm wird heute bereits an 15 Liebherr-Standorten angeboten. Pro Jahr werden über das Reman-Programm 7500 Komponenten und zahlreiche Einzelteile aufbereitet. Als Alternative zu Neuteilen werden die Ersatzteilkosten um bis zu 50 % reduziert. Durch die Aufarbeitung von Verbrennungsmotoren lassen sich laut Liebherr bis zu 78 % der Rohstoffe einsparen.

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