München (ABZ). – Das MAN-Werk München hat sein 70-jähriges Bestehen mit einem großen Familienfest auf dem Werksgelände gefeiert. Rund 20.000 Gäste, darunter die etwa 8000 Beschäftigten mit ihren Familien, nahmen an den Feierlichkeiten teil..
"Wir alle können stolz sein auf die Geschichte des Standorts", sagte MAN-CEO Alexander Vlaskamp. "Die Entwicklung und Serienproduktion unseres eTrucks ,made in München' ist der jüngste Beleg für die Innovationskraft und Wandlungsfähigkeit des Werkes sowie ein historischer Meilenstein für MAN und den Standort."
Für die Feier wurde ein rund 40 m hohes Riesenrad im Werk aufgebaut, das Platz für 200 Fahrgäste bot. Betrieben wird das Riesenrad von der Schaustellerfamilie Landwermann, die nach eigenen Angaben aus "Qualitäts- und Traditionsgründen" ausschließlich MAN-Lkw fährt.
Das Bier für die Veranstaltung lieferte die Paulaner Brauerei München – teilweise mit einem vollelektrischen MAN-Truck. Die Brauerei hatte nach Angaben von MAN direkt nach dem Start der Serienproduktion im Münchner Werk zwei der vollelektrischen Fahrzeuge gekauft. Zusätzlich brachte auch ein Pferdegespann Bierfässer ins Werk.
Für die Kinder gab es ein umfangreiches Programm mit Hüpfburgen und einem interaktiven KI-Stand, an dem sie ihr eigenes MAN-Fahrzeug der Zukunft gestalten konnten. Zudem wurden 40 historische Fahrzeuge ausgestellt, darunter auch aktuelle Mannschaftsbusse des FC Bayern München und des TSV 1860 München.
Seit der Gründung im Jahr 1955 wurden am Standort München 1,25 Millionen Lkw, 2 Millionen Fahrerhäuser und 3 Millionen Achsen gefertigt. Das Werk erstreckt sich über eine Fläche von rund einer Million Quadratmetern, was etwa 140 Fußballfeldern entspricht. Zum Werk gehören eine eigene Teststrecke, ein neugotisches Schloss sowie ein eigenes Blockheizkraftwerk für die Energieversorgung. Zudem hat MAN ein Geothermie-Projekt in München-Karlsfeld gestartet, um ab 2028 gleichzeitig die eigene Produktion und das Fernwärmenetz der Gemeinde zu beheizen.
Bis zum Jahr 2030 will MAN weltweit die Treibhausgas-Emissionen an den Standorten um 70 Prozent im Vergleich zu 2019 senken. Ende 2024 lag die Reduktion nach Unternehmensangaben bereits bei fast 60 Prozent.