Berlin (dpa). – Ein knappes Jahr nach dem Wohngipfel zieht der Deutsche Mieterbund eine vernichtende Bilanz. Nichts habe sich geändert auf den Wohnungsmärkten in Deutschland, sagte Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten der Deutschen Presse-Agentur: "Wohnen ist zum Armutsrisiko geworden." Das Bundesinnenministerium sieht hingegen Fortschritte. Siebenkotten verwies u. a. auf das beim Wohngipfel am 21. September 2018 von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, in der laufenden Amtsperiode 1,5 Mio. neue Wohnungen zu schaffen. "Dieses Ziel wird krachend verfehlt", beklagte er. Pro Jahr wären das 375 000 Wohnungen – allerdings wurden 2018 nur 287 000 Wohnungen neu gebaut. Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Anne Katrin Bohle, hielt dagegen. "Diese Zahl allein zu betrachten, reicht nicht", sagte sie kürzlich der dpa. "Wenn Sie sich die Zahl der Baugenehmigungen angucken, wenn Sie sich die Zahl der geschaffenen Wohnungen angucken, dann sind das exorbitante Leistungen angesichts der zur Verfügung stehenden Ressourcen."
dpa
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