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Modulare Gebäude für kommunale Infrastruktur im Wandel

Kommunen stehen vor steigendem Raumbedarf durch mehr Schüler, Betreuung und Bevölkerungsschutz. Modulare Gebäude bieten flexibles, schnelles und barrierefreies Baukonzept – ohne Planungs- oder Genehmigungsausfall.

Von ABZ
Adapteo Modulbau für Kinderhort-Bauphase mit Spielplatz im Vordergrund.
Kindertagesstätten zählen zu den Baumaßnahmen, die die Kommunen aktuell stark fordern. Die Lösung sind modulare Gebäude. | Foto: Adapteo

Neu-Isenburg (ABZ) | Kommunen stehen angesichts steigender Schülerzahlen, wachsender Betreuungsbedarfe und zusätzlicher Anforderungen im Bevölkerungsschutz vor einem zunehmenden Raumbedarf. Gleichzeitig erschweren begrenzte Haushaltsmittel, steigende Baukosten und lange Planungszeiten die Umsetzung neuer Bauvorhaben. Modulare Gebäude können nach Angaben von Adapteo dazu beitragen, zusätzliche Kapazitäten innerhalb kürzerer Zeit bereitzustellen.

Ob Kindertagesstätte, Schule, Seniorenbetreuung oder Katastrophenschutz: Die Anforderungen an kommunale Gebäude verändern sich. Besonders im Bildungsbereich entsteht zusätzlicher Bedarf. Mit dem ab Schuljahr 2026/27 stufenweise eingeführten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter müssen Kommunen weitere Räumlichkeiten schaffen.

Benjamin von Schretter, CEO der Adapteo GmbH, erklärt: "Kommunale Bauvorhaben werden heute häufig unter Bedingungen geplant, die sich während der Planungs- und Bauphase häufig wieder verändern. Gebäude, die für einen konkreten Bedarf errichtet werden, müssen auf Veränderungen vorbereitet sein."

Modulare Gebäude können als Gruppenräume, Klassenräume, Fachräume oder eigenständige Betreuungseinrichtungen eingesetzt werden. Auch für Tagespflege, Beratungsangebote und Einrichtungen des Bevölkerungsschutzes lassen sich entsprechende Raumlösungen realisieren. Bei der Planung werden laut Adapteo unter anderem Anforderungen an Barrierefreiheit, Hygiene, Brandschutz, Akustik und technische Ausstattung berücksichtigt.

Die Raummodule werden industriell vorgefertigt und anschließend auf dem Grundstück zu einem Gebäude zusammengefügt. Je nach System sind Fassaden, Fenster, Installationen und Innenausbau bereits integriert. Während die Module im Werk entstehen, können auf der Baustelle vorbereitende Arbeiten stattfinden. Diese parallele Vorgehensweise kann die Zeit bis zur Nutzung verkürzen und den Koordinationsaufwand vor Ort reduzieren.

Auch eine spätere Anpassung ist möglich: Entsprechend konzipierte Gebäude können erweitert, umgenutzt oder an einem anderen Standort erneut eingesetzt werden. Damit lassen sich wechselnde kommunale Raumbedarfe berücksichtigen.

Modulbau ersetzt allerdings weder die erforderliche Planung noch Genehmigungs- und Vergabeverfahren. Werden die Anforderungen frühzeitig geklärt, können modulare Gebäude nach Angaben von Adapteo eine Möglichkeit sein, kommunale Bauvorhaben zeitlich und räumlich flexibler umzusetzen.

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