Dußlingen (ABZ). – Besucher der schwäbischen Gemeinde Dußlingen können sie fast nicht übersehen: Die ab 1501 erbaute Peterskirche gilt als ältestes Wahrzeichen des südlich der Universitätsstadt Tübingen gelegenen Orts mit seinen rund 6500 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Zu den Kennzeichen des spätgotischen Bauwerks gehören die spitzbogigen Portale und die Maßwerkfenster. Um das historische Gebäude zu erhalten, sind jedoch Renovierungsarbeiten zur Beseitigung von Schäden an Turm, Kirchenschiff und Dach dringend erforderlich. Mit der Erstellung des notwendigen Arbeitsgerüsts inklusive Schutzwand und Treppenzugang ist laut eigener Aussage der erfahrene Unternehmer Erich Bantel aus dem nahegelegenen Reutlingen beauftragt worden. Angesichts der vielfältigen Baustellenanforderungen entschied er sich für eine Einrüstung mit dem modularen Fassadengerüst AGS von Layher.
"Im Zuge der Neufassung der TRBS 2121 Teil 1 haben wir uns Gedanken über unsere zukünftige Ausrichtung gemacht. Da die Anforderungen auf Baustellen wie bei diesem Projekt vielfältiger werden, haben wir uns ganz bewusst dazu entschlossen, in das modulare Fassadengerüst AGS von Layher zu investieren. Ergänzend zu unserem bestehenden Layher-Materialbestand. Das AGS ist wirtschaftlich bei Montage und Logistik, besitzt einen systemintegrierten vorlaufenden Seitenschutz und bietet durch den modularen Aufbau und die Kombinationsmöglichkeiten mit dem AllroundGerüst vor allem ein hohes Maß an Flexibilität", erläutert Erich Bantel.
"Entscheidend war aber auch die Tatsache, dass ich meinen bestehenden Materialbestand weiter nutzen kann, da bei Layher die Produkte zueinander passen. Gerüstböden, Allround-Standardbauteile und auch Zusatzbauteile können wir für das AGS ebenso nutzen. Dies minimiert nicht nur den Investitionsbedarf in Neumaterial erheblich, sondern gewährleistet durch den erhöhten Materialumschlag auch eine schnellere Amortisation von bereits getätigten Investitionen", führt Bantel weiter aus. "Lohnt sich!"
Montage und Logistik machen einen maßgeblichen Bestandteil der Gerüstbaudienstleistung aus, weiß Bantel. "Ein Mehr an Wirtschaftlichkeit erhöht für mich die Rentabilität deutlich. Und dies bei jeder Einrüstung. Das AGS punktet hier in mehrerlei Hinsicht. Interessant ist zum einen die richtungsungebundene sowie werkzeuglose und damit zeitsparende Montage über den AGS-Geländeranschluss. So konnte unser dreiköpfiges Team das im Ganzen rund 2000 Quadratmeter große Gerüst problemlos in der vorgegebenen Zeit errichten." Zum anderen betont der Unternehmer das Thema Logistik. "Das AGS besteht aus leichten und kompakten Einzelbauteilen. Das erleichtert sowohl die Lagerung als auch den Transport von und zur Baustelle, da wir Transportkapazitäten dank geringerem Transportgewicht und -volumen deutlich besser ausnützen können. Das spart Geld, Zeit und ist nachhaltiger", bekräftigt Bantel. Nicht zu unterschätzen sei aber auch die Zeit für einen eventuell notwendigen statischen Einzelnachweis. "Layher hat über die Zulassung hinaus 20 gängige Aufbauvarianten im Rahmen einer Typenstatik prüfen und bestätigen lassen. Ein zusätzlicher Standsicherheitsnachweis entfällt dadurch."
Die wenigen und leichten Einzelbauteile des innovativen AGS von Layher sorgen laut Unternehmen nicht nur für eine gute Stapelbarkeit, sondern auch für eine geeignete Lkw-Auslastung. Je nach Lager- und Transportkonzept steht zudem eine große Palettenauswahl zur Verfügung – wie die Rohrpalette 125.
Ein weiterer Vorteil liegt seiner Überzeugung nach in der hohen Flexibilität des mehrfach ausgezeichneten und von der BG Bau geförderten AGS-Systems. "Neben Geometrieanpassungen und Baustellenanforderungen wie die Schutzwand für die Dacharbeiten waren aufgrund der verschiedenen Anforderungen der Gewerke auch unterschiedliche Gerüstbreiten und Lastklassen gefragt – unter anderem für die Steinmetzarbeiten.
Da der modulare Aufbau, die variable Winkelwahl beim Bauteilanschluss und die verschiedenen Standardlängen des AGS flexible Längen, Breiten und Höhen ermöglichen, ließen sich alle Baustellenanforderungen mit Serienteilen passgenau umsetzen. Inklusive einfacher Ecklösungen beziehungsweise Überbrückungen. Hier kamen Fachwerkkonstruktionen aus Allround-Bauteilen anstelle von Gitterträgern zum Einsatz. Durch die Kombinationsmöglichkeit mit dem Allround-Baukasten können wir unseren Kunden zudem ein breites Anwendungs- und Lösungsspektrum bieten. Die Integration von Podesttreppen sorgt beispielsweise für den schnellen und sicheren Aufstieg im Gerüst."
Dass sich Wirtschaftlichkeit und Sicherheit beim AGS nicht ausschließen, ist für Bantel ebenfalls bemerkenswert. "Durch den automatisch vorlaufenden Seitenschutz bei Geländer- und auch Zwischenholm ist die Sicherheit für meine Mitarbeiter bei Auf- und Abbau quasi gleich mit integriert – ohne dass weitere Arbeitsschritte nötig sind. Im Hinblick auf das am Turm bis zu 38 Meter hohe Gerüst konnten wir aktuelle Sicherheitsvorschriften auf diese Weise wirtschaftlich erfüllen."
Eine überzeugende technische Lösung beim Thema Arbeitsschutz sei aber nur ein Aspekt. Mindestens genauso wichtig sind für Bantel das Einführen einer Sicherheitskultur und regelmäßige Schulungen seines Teams. "Vor dem ersten Projekt mit AGS waren meine Mitarbeiter und ich gemeinsam bei Layher im Schulungszentrum in Eibensbach, wo uns ein erfahrener Schulungsingenieur Tipps und Tricks zum effizienten Einsatz weitergegeben hat.
Außerdem nehmen unsere Mitarbeiter regelmäßig bei den Layher Technik-Seminaren teil, die über die Wintermonate in Theorie und Praxis angeboten werden. Denn nur mit Montage-Know-how und einer fundierten Kenntnis relevanter Sicherheitsvorschriften können wir Baustelleneffizienz und Baustellensicherheit gleichzeitig erhöhen", unterstreicht Bantel.
Das modulare Fassadengerüst AGS von Layher lässt sich mit einem zweiteiligen – das heißt Handlauf und Knieleiste gleichzeitig – vorlaufenden Seitenschutz schnell errichten. Ohne temporäre Zusatzbauteile. Geltende Sicherheitsvorschriften werden wirtschaftlich erfüllt.