Bonn (ABZ). – Bei der Sanierung eines zweigeschossigen Bürogebäudes in Bonn kam eine Fassade aus Bambus zum Einsatz. Der Meisterbetrieb Schreinerwehr verarbeitete 900 m² Varibo 3D Fassadenelemente von Moso in 30 mm und 18 mm Stärke und drei unterschiedlichen Breiten.
Das Bürogebäude in Innenstadtnähe musste von Grund auf saniert werden, die Nutzung als Bürokomplex sollte fortgeführt werden.
Zum Abschluss der umfassenden Arbeiten stand die Neugestaltung der Außenfassade an. Der Bauträger suchte eine Fassade, die ökologisch sinnvoll, langlebig, wartungsfrei und zugleich modern ist.
Geschäftsführer Felix Possel von Schreinerwehr riet dem Bauträger zu Bambusfassaden von Moso. Das Unternehmen hat sich laut eigener Aussage zu 100 % auf ökologische Fassadenlösungen, primär aus Holz, spezialisiert. "Wir arbeiten sehr gern mit Moso Bambusfassaden.
Die Elemente sind sehr wertig und sehr gleichmäßig", betont Possel.
"Nicht nur die ökologischen Argumente, auch Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit sind riesige Vorteile gegenüber anderen Hölzern", so Possel. "Wir empfehlen Moso immer dann, wenn es um moderne, nachhaltige Fassaden geht, um die man sich im Anschluss auch nicht mehr kümmern muss." Alle Fassadenelemente des Herstellers sind laut Angaben wartungsfrei.
Aus dem Produktsortiment von rund 30 Produktvarianten hat Schreinerwehr für die Fassade des Bonner Bürohauses die Fassadenelemente Bamboo X-treme Varibo vorgeschlagen. Diese Produktserie umfasst Fassadenelemente in unterschiedlichen Breiten und Stärken, mit denen sich insbesondere 3D-Optiken realisieren lassen.
Als Unterkonstruktion fertigte Schreinerwehr Holz-Rahmenelemente vor, die vor den Bestand gehängt wurden. Auf diesen wurden die Varibo-Profile verdeckt verschraubt.
Um die Härte, Formstabilität und Dauerhaftigkeit ihrer Bambuselemente auf ein Niveau zu heben, das laut Hersteller weit über den besten tropischen Hartholz-Arten liegt, setzt Moso nach eigenen Angaben innovative Herstellungsverfahren ein.
So erreicht Moso die Brandschutzklasse B-s1-d0 (EN 13501-1) für seine Außenfassadenprodukte, die sich deshalb auch für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern und Gewerbegebäuden eignen. Eine Imprägnierung mit Flammschutzmitteln ist nicht erforderlich.
Bambus gilt mit einem Wachstum von einem Meter pro Tag als schnellst wachsende Pflanze der Erde.
Der Härtegrad von Bambusholz, das botanisch zu den Gräsern zählt, ist laut Hersteller um ein Vielfaches widerstandsfähiger als Eiche oder die meisten Tropenhölzer.
Während seiner Wachstumsphase absorbiert Bambus eine große Menge CO2 – mehr als die Produktion der meisten Moso Bambusprodukte freisetzt. Daher sind diese Bambusprodukte über ihren gesamten Produkt-Lebenszyklus hinweg CO2-neutral, so der Hersteller.
Der Abbau erfolgt durch eine selektive Abholzung von jährlich rund 25 % der Stämme, was dazu führt, dass der Wald nicht gefährdet wird. Zudem wächst der Bambuswald jedes Jahr mit 5,5 %, was eine zusätzliche Menge CO2 im Wald speichert.