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Die Top-Themen der GaLaBau 2026

Die GaLaBau 2026 beleuchtet zentrale Herausforderungen der Branche: Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und Fachkräftegewinnung. Erfahren Sie mehr über innovative Lösungen und Trends.

Von ABZ
Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Fachkräfte im Fokus
Innovative Konzepte für klimaangepasste Städte: Der GRÜN-BLAUE PFAD auf der GaLaBau zeigt, wie Wasser- und Grünflächen gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft sorgen. | Foto: NürnbergMesse/Heiko Stahl

Nürnberg (ABZ). – Die GaLaBau 2026 rückt die zentralen Zukunftsthemen der Garten- und Landschaftsbaubranche in den Fokus. Vom 15. bis zum 18. September 2026 präsentiert Europas führende Fachmesse für Garten- und Landschaftsbau Lösungen für Klimaanpassung, Nachhaltigkeit und Fachkräftegewinnung, heißt es seitens NürnbergMesse.

Klimawandel und Personalmangel stellen die Branche vor große Herausforderungen. Die Messe will mit Programm-Highlights wie dem GRÜN-BLAUEN PFAD, der E-Mobility Area und dem Landschaftsgärtner-Cup praxisnahe Antworten liefern.

Egbert Roozen, Generalsekretär der europäischen Vereinigung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus (ELCA), sieht den Landschaftsgartenbau als Teil der Lösung: "Der Landschaftsgartenbau befindet sich in einem vielversprechenden Wandel. Unsere grünen Projekte werden als naturbasierte Lösungen für ein besseres Klima, mehr Biodiversität und öffentliche Gesundheit geschätzt. Dieser Wandel wird durch die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur unterstützt, die ehrgeizige Ziele für die Begrünung von Städten festlegt."

Die Messe präsentiert nach eigenen Angaben Lösungen von klimaangepasster Stadtgestaltung bis hin zu emissionsfreier Technik. Der GRÜN-BLAUE PFAD zeigt, wie Wasser- und Grünflächen zur Klimaanpassung beitragen. Die E-Mobility Area demonstriert elektrische Maschinen und Fahrzeuge zur CO2-Reduzierung im GaLaBau.

Dirk Böcker, Geschäftsführer des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), bestätigt den Trend: "Aus meiner Sicht wird die Klimaanpassung im kommenden Jahr das prägende Thema für den GaLaBau sein. Wir erleben in Städten und Gemeinden ganz konkret, wie wichtig hitzereduzierende Freiräume, durchdachte Regenwasserkonzepte und widerstandsfähige Pflanzenverwendungen werden. Gerade bei Dach- und Fassadenbegrünungen sind Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner gefragte Expertinnen und Experten, weil sie Planung, Bau und Pflege ganzheitlich zusammenbringen. Diese Aufgaben eröffnen der Branche neue Märkte, stärken ihre Rolle als Problemlöser und erweitern die Kompetenzfelder weit über das klassische Grün hinaus."

Prof. Stephan Lenzen, Präsident des Bunds Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), formuliert die Herausforderung konkret: "Wie wir in Zukunft leben wollen, hängt maßgeblich davon ab, wie wir unsere Städte, Dörfer und Freiräume gestalten. Das Gebot der Stunde: grün-blaue-bunte Infrastrukturen. Blau steht für das Wassermanagement in Zeiten zunehmender Hitze und Trockenheit, grün für Vegetation, Biodiversität und ökologische Funktionen. Bunt ergänzt diese Perspektive um die soziale Dimension der Diversität – den Schutz wertvoller Ökosysteme ebenso wie die Vielfalt der Menschen, die Freiräume nutzen. Dazu gehört auch die Gestaltung gendergerechter, inklusiver und barrierefreier Orte, die allen gesellschaftlichen Gruppen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen."

Lenzen fordert eine Vorreiterrolle: "Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Architektur, Verkehrsplanung und viele weitere müssen eine Vorreiterrolle einnehmen, um klimagerechte und klimaresiliente Lebensräume zu entwickeln. Die ökologischen und sozialen Folgen des Klimawandels machen diese Aufgabe dringend." Gleichzeitig stehen laut Lenzen viele Kommunen unter finanziellem Druck und benötigen kreative Lösungsansätze. Europaweit berichten Betriebe von Schwierigkeiten beim Finden geeigneten Personals. Besonders groß ist der Engpass bei Bauleitern und Projektverantwortlichen. Als Gründe gelten die steigende Komplexität der Projekte, wachsende Anforderungen, Imageprobleme bei jungen Menschen und begrenzte politische Bereitschaft zur Fachkräftezuwanderung.

Roozen sieht die berufliche Ausbildung als Schlüssel: "Die berufliche Ausbildung innerhalb der EU – Union of Skills – ist 2026 ein Schwerpunktthema für die ELCA. Eine unserer Initiativen im kommenden Jahr ist die Gründung eines europäischen Netzwerks von Zentren für berufliche Exzellenz in unserem Sektor, um den europäischen Austausch über berufliche Bildung und lebenslanges Lernen zu fördern."

Böcker betont die Vielseitigkeit des Berufs: "Es gilt klar zu vermitteln, wie vielseitig, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert der Beruf der Landschaftsgärtnerin und des Landschaftsgärtners ist. Wer heute in der Branche arbeitet, gestaltet Klimaanpassung, Lebensqualität und nachhaltige Infrastruktur ganz konkret mit. Gleichzeitig steigen die fachlichen Anforderungen – von Technikverständnis bis Projektorganisation. Die GaLaBau 2026 wird dafür einen idealen Rahmen bieten, weil sie Technik, Wissen und Inspiration an einem Ort zusammenführt." Der Landschaftsgärtner-Cup auf der GaLaBau soll jungen Gärtnern zeigen, wie vielseitig ihr Beruf ist. Solche Wettbewerbe tragen nach Veranstalterangaben dazu bei, das Berufsbild sichtbarer zu machen.

Isabel Grundner, Veranstaltungsleitung der GaLaBau, unterstreicht die Bedeutung der Messe: "Die jüngsten Extremwetterereignisse – von Hitzeperioden bis Starkregen – stellen Städte und Gemeinden vor enorme Herausforderungen. Deutschlands Städte müssen grüner werden, trotz begrenzter Flächen. Parallel dazu bleibt die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften eine zentrale Aufgabe. Innovation und Weiterentwicklung sind gefragt – umso wichtiger ist es, der Branche Plattformen wie die GaLaBau in Nürnberg zu bieten, um sich zu informieren, auszutauschen und am Puls der Zeit zu bleiben."

Die GaLaBau deckt das gesamte Spektrum der Branche ab – von Bau- und Pflegemaschinen, Baustoffen, Pflanzen über die Ausstattung von Spiel-, Sport- und Golfplätzen bis zur urbanen Gestaltung. Die Messe richtet sich an Landschaftsgärtner, Landschaftsarchitekten, Kommunalvertreter, Motorgeräte-Fachhändler, Planer sowie Betreiber von Freizeit- und Sportanlagen.

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