Zum Inhalt springen

Strabag eröffnet Wertstrom-Standort in Neuss

Strabag eröffnet im Neusser Hafen einen WSM-Standort zur Förderung des Baustoff-Recyclings. Investition: 4,6 Mio. €. Fokus: CO2-Reduktion und Ressourcenschonung.

Von ABZ
Neue Impulse fürs Recycling
Der Strabag Wertstrommanagement-Standort Neuss. | Foto: Strabag

Neuss (ABZ). – Die Strabag AG hat im Neusser Hafen einen neuen Wertstrommanagement-Standort (WSM) eröffnet. Die Anlage soll das systematische Recycling mineralischer Baustoffe im Rheinland vorantreiben und regionale Wertstoffkreisläufe schließen.

Die Investitionssumme beträgt nach Unternehmensangaben 4,6 Millionen Euro.

Die feierliche Eröffnung erfolgte gemeinsam mit Reiner Breuer, Bürgermeister von Neuss. Der neue Standort verfügt über eine trimodale Verkehrsanbindung mit Hafen, Straße und Schiene, was laut Strabag optimale logistische Voraussetzungen schafft, um das Straßennetz zu entlasten und den CO2-Ausstoß zu senken.

"Mit diesem neuen Wertstrommanagement-Standort schaffen wir einen weiteren Meilenstein in der Optimierung unserer regionalen Wertschöpfungskette: Wir schonen knappe Primärressourcen, reduzieren CO2-Emissionen und decken effizient unseren Baustoffbedarf", erklärt Thomas Nyhsen, Vorstandsmitglied der Strabag AG.

Die rund 13.000 Quadratmeter große Anlage ist auf eine jährliche Durchsatzkapazität von bis zu 250.000 Tonnen mineralischer Bau- und Rohstoffe ausgelegt. Das eingehende Material wird zunächst gesiebt und in zwei Wertströme getrennt: Boden und Bauschutt. Während das Bodenmaterial vorrangig zur Wiederverwertung im Zuge von Erdarbeiten eingesetzt wird, durchläuft der Bauschutt weitere Aufbereitungsschritte.

Nach einer chemischen Analyse wird der Bauschutt als Recycling-Material wieder dem Materialkreislauf zugeführt und beispielsweise als ungebundene Tragschicht im Straßenbau oder unter großen Industrieflächen eingesetzt.

Der neue WSM-Standort ergänzt das bestehende Netzwerk von Strabag in Nordrhein-Westfalen, zu dem bereits etablierte Standorte in Düren und Oberhausen gehören.

Bereits in der Bauphase von Januar bis Juli 2025 wurde nach eigenen Angaben auf umweltschonende Errichtung geachtet: Der Standort wird nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als "Nachhaltige Baustelle" zertifiziert, wie Strabag bekanntgibt.

Der Einsatz von Niedrigtemperaturasphalt bei der Gestaltung der Flächen senkte den Energieverbrauch und trug zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bei. Im weiteren Betrieb des Standortes setzt Strabag auf elektrisch betriebene Maschinen sowie Geräte, die mit hydriertem Pflanzenöl (HVO) arbeiten.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Unternehmensmeldungen

Alle anzeigen

ICE Award als beste Produktinnovation erhalten

Von ABZ
/

VDMA meldet starke Exporte

Von dpa
/

Weitere von ABZ

Alle anzeigen