Düsseldorf (ABZ). – Rigips hat eine neue Schalldämmschüttung für die Herstellung ebener Tragschichten unter Trockenestrichen entwickelt. Die Rigidur Schalldämmschüttung aus Natur-Anhydrit soll durch ihre hohe Rohdichte den Trittschallschutz von Deckenkonstruktionen verbessern.
Das Material weist laut Hersteller eine Rohdichte von etwa 1600 kg/m³ auf und eignet sich besonders für Holzbalkendecken, die aufgrund fehlender Masse der Rohdecke meist nur geringen Schallschutz bieten. Die nichtbrennbare Schüttung entspricht der Baustoffklasse A1 und lässt sich im Neubau sowie in der Altbausanierung einsetzen.
Eine Besonderheit der Schüttung ist nach Angaben von Rigips ihre spezielle Struktur und Korngrößenverteilung. Das Material verzahnt sich beim Verteilen und Abziehen und bildet eine mechanisch gebundene Ausgleichsschicht. Die Schicht ist in Schütthöhen von 15 bis 150 mm setzungssicher.
Der Einsatz von Estrich-Waben oder einem Bindemittel ist nicht nach eigenen Angaben nicht erforderlich. Auch ein nachträgliches Verdichten durch Stampfen entfällt.
Die beste Verbesserung des Trittschalls erreicht man laut Rigips mit der Kombination aus Rigidur Schalldämmschüttung, einer darauf verlegten Trittschalldämmung mit Isover Akustic EP 3 Dämmplatten sowie Rigidur Estrichelementen. Bei einer Aufbauhöhe von 100 mm ergibt sich bei einer Holzbalken-Altbaudecke ein Trittschalldämmwert von 27 dB.
Alle Varianten der Rigidur Estrichelemente erreichen in Verbindung mit der Schalldämmschüttung ab 30 mm die Feuerwiderstandsklasse F90.
Der Aufbau aus Rigidur Estrichelementen und Rigidur Schalldämmschüttung ermöglicht den Ausgleich von Bodenunebenheiten und das Verlegen von Kabeln sowie Rohren im Boden.
Alle gängigen Oberbeläge können gemäß den Verarbeitungsrichtlinien Fußboden als geprüfte Kombination mit den Rigidur Estrichelementen verwendet werden. Die vorgefertigten Bodenelemente lassen sich schnell und sauber verlegen und sind auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen abgestimmt.