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Mehr Fernsteuerung für Offshore

Von ABZ
Neue Vereinbarung getroffen
Die Krane sind sowohl für den Einsatz in der Offshore-Wind- als auch in der Öl- und Gasindustrie konzipiert, um Risiken für das Offshore-Personal zu reduzieren und die Betriebskosten zu optimieren. | Foto: Palfinger

Bergheim/Österreich (ABZ). – Offshore-Einsätze sollen in Zukunft mehr ferngesteuert werden. Eine entsprechende Vereinbarung haben nach eigenen Angaben jetzt die Unternehmen Palfinger, Aker BP und Optilift geschlossen

Der Vertrag zwischen Palfinger und Aker BP umfasst die Lieferung von sieben Kranen für Offshore-Plattformen. Fünf können vollständig von einem Kontrollraum an Land in Stavanger, Norwegen, fernbedient werden. Das gaben die Unternehmen jetzt bekannt. Einer der Hauptgründe für den Einsatz ferngesteuerter und autonomer Krane sei das Entladen der Versorgungsschiffe – ohne menschliche Eingriffe, selbst bei rauen Wetterbedingungen und mit minimalem Wartungsbedarf.

Der Kran- und Hebebühnenhersteller Palfinger soll nach eigenen Angaben die ersten Krane 2025 an die Plattformen von Aker BP liefern. Die Offshore-Inbetriebnahme des ferngesteuerten Betriebs soll zwischen 2026 und 2028 erfolgen.

"Durch die Zusammenarbeit mit Palfinger und Optilift ändern wir die Art und Weise, wie die Fracht zu unseren Offshore-Anlagen transportiert wird. Die Möglichkeit, Krane von Land aus fernzusteuern, ist ein erster Schritt, das Risiko für das Personal bei der Geräteverladung zu verringern", berichtet Georg Vidnes, SVP Operations, Aker BP.

Weitere Innovationen beim Be- und Entladen der Ausrüstung ohne menschliches Zutun, sollen nach Angaben der Unterzeichner folgen. Ziel sei es, dass die Fracht durch autonom betriebene Kransysteme auf eine Offshore-Anlage gelangt, damit sie bei Ankunft des Personals auf einer unbemannten oder normalerweise unbemannten Anlage bereits einsatzbereit zur Verfügung steht. Vidnes weiter: "Dies ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, die mit Hilfe neuer Technologien, einem innovativen Ansatz und qualifizierten Mitarbeitern umgesetzt wird. Zudem gab Palfinger ein langfristiges Entwicklungsabkommen mit Optilift bekannt.

"Mit unserer strategischen Säule 'Go Digital' arbeiten wir stets an intelligenten Lösungen, die die täglichen Arbeitsprozesse unserer Kunden effizienter und sicherer machen", verspricht Andreas Klauser, CEO von Palfinger. Mit ihrer strategischen Partnerschaft arbeiten Palfinger und Optilift daran, die Technologie von Optilift in die Steuerungssysteme von Offshore-Kranen zu integrieren. Dieser technologische Qualifizierungsprozess wird bis zur Marktreife des Produkts und dem geplanten Produktionsbeginn von Aker BP Anlagen 2027 fortgesetzt. Neben dem Offshore-Kranmarkt sichert die Vereinbarung auch Exklusivrechte für alle Palfinger-Produkte in der Marineindustrie, in der Palfinger und Optilift eine Vielzahl von Möglichkeiten sehen. Ferngesteuerte Offshore-Einsätze seien die Zukunft, erklärten die Unterzeichner.

Dabei bildeten die Lösungen von Optilift nach Angaben der Unterzeichner eine wesentliche Ergänzung der Palfinger-Marine-Produkte. Optilift böte ein umfassendes Angebot an digitalisierten Lösungen zur Steigerung der Sicherheit und Effizienz im On- und Offshore-Lifting und Cargo-Handling.

Wie Torbjørn Engedal, CEO von Optilift, es ausdrückt: "Diese innovative Lösung erhöht nicht nur die Sicherheit, senkt die Kosten und verringert den CO2-Ausstoß für Aker BP, sondern steht in weiterer Folge der gesamten globalen Marine- und Energiebranche zur Verfügung."

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