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Furnierschichtholz wichtig für den Bau

Metsä Wood präsentiert das neue Kerto Ripa Wandelement aus Furnierschichtholz, das Tragfähigkeit, Materialeffizienz und Nachhaltigkeit im Holzbau verbindet.

Von ABZ
Neues Wandelement
Das neue Kerto Ripa-Wandelement aus Furnierschichtholz von Metsä Wood ist besonders leicht und dabei dimensionsstabil und tragfähig. Diese Eigenschaften begünstigen unter anderem ressourcen- und kosteneffizientes Bauen. | FOTO: Metsä Wood

Espoo/Finnland (ABZ). – Der rationelle Einsatz von Rohstoffen und Materialeffizienz sind wichtige Faktoren im Bauwesen. Mit Furnierschichtholz von Metsä Wood können holzverarbeitende Betriebe in diesem Kontext jetzt – mit der entsprechenden Leimgenehmigung – das neue Wandelement Kerto Ripa produzieren.

Es verbindet Tragfähigkeit bei gleichzeitiger Materialeffizienz auf neuartige Weise. Das Wandsystem ist als tragende und versteifende Außen- und Innenwandstruktur flexibel einsetzbar – vom mehrgeschossigen Büro- und Wohnungsbau bis hin zum Hallenbau. Dies gab das finnische Unternehmen vor Kurzem bekannt. Als weiterer Pluspunkt des Systems wird die geringere benötigte Materialmenge genannt. Dadurch sollen Baukosten gesenkt und Ressourcen geschont werden. Dank dünnerer Wandkonstruktion gibt es mehr nutzbare Fläche.

Das neue Kerto Ripa Wandelement besteht, so sagt es das Unternehmen von seinem eigenen Produkt, aus verleimten Kerto LVL-Trägern und -Platten aus dem eigenen Hause. Die Besonderheit des Produktes: seine Tragfähigkeit für vertikale und horizontale Lasten im Verhältnis zur verwendeten Materialmenge. Diese soll im Bereich des herkömmlichen Holzbaus durchaus außergewöhnlich sein. Laut statischen Berechnungen ermöglicht die Kerto Ripa-Wandkonstruktion im Vergleich zu Massivholzstrukturen eine Materialersparnis von bis zu 50 % bei den Erdgeschosswänden eines achtstöckigen Gebäudes – bei gleicher Tragfähigkeit.

Das Kerto Ripa Wandelement erlaubt nach Angaben des finnischen Unternehmens nun den Bau von deutlich höheren Holzgebäuden. Es lasse dabei eine geschossweise Konstruktion genauso zu wie Einzelwandhöhen von bis zu 20 m. Besonders schlanke Innen- und Außenwände sowie schmale Wandstreifen mit guter aussteifender Wirkung seien somit kein Problem. Auch Lastkonzentrationen würden gut aufgenommen werden, so Metsä Wood.

Herzstück des neuen Wandelementes ist das Furnierschichtholz Kerto LVL. Es wird aus drei mm dicken Schälfurnieren aus Nadelholz hergestellt, die nach Festigkeitsklassen sortiert sind. Die Furniere werden mit witterungs- und wärmebeständigem Klebstoff zu massiven Platten verklebt. Daraus resultieren eigenen Angaben zufolge die wesentlichen Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit, Formstabilität und Leichtheit. Dünnere Strukturen nebst geringerem Materialverbrauch seien auch eng mit Nachhaltigkeit verknüpft.

Obwohl Holz ein nachwachsender Rohstoff sei, müsse die verwendete Materialmenge auch hier auf ein Minimum reduziert werden, um natürliche Ressourcen zu schützen, sagt ein Sprecher von Metsä Wood. Bei dem Kerto Ripa-Wandelement handelt es sich um ein nach ETA hergestelltes System mit entsprechender Zulassung. Kerto LVL S kommt dabei als Rippe, Kerto LVL Q als Beplankung zum Einsatz. Je nach Anforderung kann die Plattenstärke dabei angepasst werden. Der verarbeitende Holzbetrieb verklebt das Wandsystem mittels Schraub- oder Nagelpressverklebung im Werk und verlagert so einen großen Teil der Wertschöpfung zu sich. Mit der dazu benötigten Leimgenehmigung stellen sich Betriebe dabei strategisch zukunftsgerichtet auf. Metsä Wood will bei der Einführung und Optimierung der Klebetechnologie assistieren.

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