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Milliarden für Wasserstoff-Projekte bereitgestellt

Von dpa

Brüssel/Belgien (dpa). – Im Industrieland Nordrhein-Westfalen wird besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Allein bei der Stahlproduktion von Thyssenkrupp sind es 20 Millionen Tonnen im Jahr. Aber auch durch die in NRW starke Chemieindustrie und den Schwerlastverkehr auf den Transitautobahnen ist die CO2-Belastung hoch. Der Einsatz von Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, soll das ändern. Damit die Umstellung möglichst schnell gelingt, wollen Bund und Land zehn Projekte aus NRW mit insgesamt 1,7 Milliarden Euro fördern, teilte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) mit. Die zehn NRW-Projekte seien Teil der insgesamt 62 Vorhaben, die der Bund aus mehr als 230 eingereichten Projekten ausgewählt hat und nach Brüssel meldet. Aus NRW sind unter anderem die CO2-freie Stahlproduktion bei Thyssenkrupp sowie eine Wasserstoff-Pipeline aus dem Emsland ins Ruhrgebiet dabei.

Die Unternehmen aus NRW hätten "eindrucksvoll ihr Innovationspotenzial an allen Punkten der Wertschöpfungskette Wasserstoff aufgezeigt", kommentierte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Entscheidung in Berlin. Der Bund wolle für die NRW-Projekte 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, das Land übernehme 500 Millionen Euro. Durch diese Anschubfinanzierung könnten Investitionen von insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro in NRW ausgelöst werden. Die ersten Projekte sollten nach der Bewilligung durch die EU im kommenden Jahr mit der Umsetzung beginnen. "Bund und Land haben heute geliefert", sagte Pinkwart mit Blick auf die Förderung der Stahlproduktion mit Wasserstoff bei Thyssenkrupp. Aus dem Unternehmen hatte es zuletzt Kritik an einer schleppenden Umsetzung der mit dem Bund vereinbarten Stahlstrategie gegeben.

dpa

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