Stockholm/Schweden (ABZ). – Der finanziell angeschlagene schwedische Batteriehersteller Northvolt hat in den USA Gläubigerschutz beantragt.
Das Unternehmen meldete jüngst ein Restrukturierungsverfahren gemäß "Chapter 11" des US-Insolvenzrechts an, wie es mitteilte. Der Schritt ermögliche Zugang zu neuen Finanzierungsquellen, teilte Northvolt mit. Der Hersteller galt hinsichtlich der Batterieproduktion für E-Autos lange Zeit als großer Hoffnungsträger der europäischen Automobilindustrie. Noch sei nicht abzusehen, was das konkret für Bau der Gigafabrik im schleswig-holsteinischen Heide bedeute. Klar sei aber bereits, die Fabrik soll später ihre Arbeit aufnehmen werde als zunächst geplant.
Das Unternehmen habe dazu erklärt, dass die deutsche Tochter unabhängig von der Muttergesellschaft finanziert werde. "Sie ist nicht Teil des Chapter 11-Verfahrens." Deutschlandchef Christofer Haux sagte, "in Dithmarschen schreiten die Bauarbeiten derweil weiter voran. Der Standort genießt höchste Priorität."