Siegen (ABZ) I Mit der Gründung der Octrion GmbH treibt die Kirchhoff Gruppe ihre Digitalstrategie im Bereich Entsorgungsfahrzeuge weiter voran. Seit Mitte Mai bündelt das neue Unternehmen die digitalen Kompetenzen der Gesellschaften ViSy, KOCO und ScanTec unter einem Dach. Ziel ist es, innovative Softwarelösungen für die Entsorgungsbranche zu entwickeln und neue Standards für vernetzte Fahrzeuglösungen zu setzen.
Ihren ersten internationalen Auftritt plant die neue Gesellschaft auf der IFAT 2026 in München, der weltweit führenden Fachmesse für Umwelttechnologien.
Im Mittelpunkt der Arbeit von Octrion steht die intelligente Verknüpfung von Maschinen, Software und Daten. Moderne Entsorgungsfahrzeuge erzeugen während jeder Tour große Mengen an Informationen – von GPS-Daten über Füllstände bis hin zu Sicherheitsmeldungen. Diese Daten sollen künftig über eine einheitliche cloudbasierte Plattform zusammengeführt und für Fahrer, Disponenten und kommunale Betriebe einfach nutzbar gemacht werden.
»Unsere Aufgabe ist die radikale Vereinfachung«, erklärt CEO Rafael Kutz. Ziel sei es, komplexe Datenströme in intuitive Anwendungen zu übersetzen, damit Technik unterstütze statt überfordere.
Zu den geplanten Lösungen gehören unter anderem digitale Flottensteuerung, optimierte Tourenplanung, Service- und Wartungsmanagement sowie KI-gestützte Assistenzsysteme für mehr Sicherheit und eine bessere Analyse der Mülltrennung.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Durch effizientere Routenplanung und die Vermeidung unnötiger Fahrten sollen Energieverbrauch und Emissionen reduziert werden. CTO Markus Fick betont, man bündele die Expertise »genau dort, wo sie den größten Impact hat: in der intelligenten Vernetzung von Maschine, Mensch und Umwelt«.
Nach Angaben des Unternehmens versteht sich Octrion als digitale Unterstützung für kommunale Entsorgungsbetriebe und private Betreiber. Die Software soll Prozesse vereinfachen, Kosten senken und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöhen.