Grainau (ABZ) | Für Erd- und Verdichtungsarbeiten auf dem Zugspitzplatt hat Zeppelin Rental gemeinsam mit der Zeppelin Baumaschinen GmbH eine Cat-Planierraupe D4M und einen Cat-Walzenzug CP 14 auf Deutschlands höchsten Berg transportiert. Nach Angaben des Unternehmens stellte insbesondere der Transport durch den engen Zugspitztunnel eine logistische Herausforderung dar.
Die Maschinen wurden für den Transport entsprechend angepasst und mit der Zahnradbahn auf rund 2.600 m Höhe gebracht.
Damit der Cat-Kettendozer D4M die Tunnelöffnung passieren konnte, entfernten Servicetechniker einen Teil der Kettenplatten. Dadurch verringerte sich die Bauhöhe der Maschine um wenige Zentimeter. Beim knapp 15 t schweren Walzenzug wurden für den Transport die Reifen demontiert. Nach Herstellerangaben konnten beide Maschinen dadurch zentimetergenau auf die Transportwagen der Zahnradbahn verladen werden.
»Diese Sonderlösung beweist, wie wir hier unsere volle Stärke ausspielen und dem Kunden einen vollumfänglichen Service anbieten konnten, gemeinsam mit unserem Flottenmanagement und unserer Schwestergesellschaft, der Zeppelin Baumaschinen GmbH«, betont Michael Weber, Senior Vertriebsrepräsentant bei Zeppelin Rental. »Wir haben dafür alle Hebel in Bewegung gesetzt: Angefangen bei der speziellen Maschinenkonfiguration über die Einhaltung der zulässigen Bauhöhe und Transportbreite bis hin zur Organisation der Demontage im Vorfeld durch unsere Zeppelin-Servicetechniker. Insbesondere angesichts der aktuell hohen Auslastung unseres Mietparks war das kein leichtes Unterfangen«, gesteht Weber.
Vor dem Transport wurden die Abmessungen der Maschinen auf dem Hof der Mietstation Garching nochmals kontrolliert. Nach Angaben des Unternehmens sollten damit die berechneten Maße mit den tatsächlichen Abmessungen abgeglichen werden.
»Vor Auslieferung haben Michael und ich die Maße der Walze mit Höhenmesser nachgemessen und uns rückversichert, dass die berechneten Maschinenangaben auch in der Realität tatsächlich stimmen. Wir wollten zu 100 Prozent sicher sein, dass das beim Kunden passt«, erinnert sich Peter Bauer, Leiter Flottenmanagement Service bei Zeppelin Rental.
Weber ergänzt: »Geht nicht, gibt’s nicht bei Zeppelin Rental. Der Kunde hat ein Problem – wir lösen es.«
Die Zahnradbahn transportierte die Maschinen ab dem Bahnhof Grainau über den Eibsee und durch den rund 4,5 km langen Zugspitztunnel zum Zugspitzplatt auf 2.588 m Höhe. Dort stand laut Unternehmensangaben für die Montage der teilweise zerlegten Maschinen lediglich eine Hubkraft von maximal 3,5 t zur Verfügung. Diese Einschränkung wurde bereits bei der Transportplanung berücksichtigt.
»Ich bin seit 1997 im Unternehmen, aber so einen Spezialauftrag hatte ich bisher noch nie«, sagt Torsten Sandig, Außendienstmeister der Niederlassung München von Zeppelin Baumaschinen GmbH. Nach Angaben von Zeppelin Rental kamen für den Einsatz vollständig servicierte Neumaschinen zum Einsatz, um das Risiko technischer Ausfälle während der Arbeiten zu reduzieren. Zudem wurden die Maschinen mit Winterdiesel betankt, da die Temperaturen auf rund 2.600 m Höhe auch im Sommer unter den Gefrierpunkt fallen können.
»Zeppelin Rental hat sich nicht gescheut uns diese Sonderlösung anzubieten und uns mit einem Rundum-Service überzeugt. Der gesamte Ablauf war von Beginn an durchdacht und professionell organisiert – das hat uns die notwendige Planungssicherheit gegeben«, erklärt Reinhard Rauch, Projektverantwortlicher seitens der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG.
Die Planierraupe und der Walzenzug sind inzwischen auf dem Zugspitzplatt angekommen, wieder montiert und sollen dort voraussichtlich für die nächsten drei Monate eingesetzt werden.