Wien/Österreich (ABZ). – Der österreichische Baukonzern Porr hat im ersten Halbjahr 2025 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 48,7 Millionen Euro erzielt. Das entspricht laut Angaben des Unternehmens einer Steigerung von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zudem stieg die Produktionsleistung auf 3,17 Milliarden Euro.
Der Auftragseingang wuchs um mehr als 25 Prozent auf 4,049 Milliarden Euro. Mit einem Auftragsbestand von 9,42 Milliarden Euro erreichte Porr nach eigenen Angaben den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte – eine Steigerung von zehn Prozent.
"Es ist ein Erfolg auf ganzer Linie. Der Infrastrukturausbau in unseren Heimmärkten hat an Tempo zugelegt und die Porr konnte in diesem Bereich große und spannende Neuaufträge gewinnen", sagt CEO Karl-Heinz Strauss. Zusätzlich erstarke der Hochbau wieder.
Zu den Neuaufträgen zählen mehrere Bahnbauprojekte: die 32,6 Kilometer lange Eisenbahnstrecke Craiova – Caransebes¸ in Rumänien mit einem Auftragswert von rund 425 Millionen Euro und Polens längster Eisenbahntunnel, der Hochgeschwindigkeitstunnel in Łódź, mit einer Auftragssumme von rund 400 Millionen Euro.
Im Gesundheitsbereich gewann Porr Aufträge für eine Mutter-Kind-Station eines Krankenhauses in Polen, eine Produktionsanlage für ein Pharmaunternehmen in Deutschland sowie das Gesundheitszentrum MIA Liesing in Österreich. In Deutschland kamen Aufträge aus der Automobilindustrie und die Gemeinschaftsschule Insel Gartenfeld hinzu. Das Segment Infrastruktur International zeigte laut Porr eine Leistungssteigerung von 19,6 Prozent.
"Im Bereich Tunnelbau sind wesentliche Großprojekte wie der ElbX-Tunnel in Deutschland oder Pumpspeicherkraftwerke in die Ausführungsphase gekommen", erklärt Strauss. Der Tiefbau steuert 60,6 Prozent des Auftragsbestands bei. Die Umsatzerlöse wuchsen parallel zur Produktionsleistung um 1,8 Prozent auf 2,959 Milliarden Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Vorstand mit einer moderaten Leistungs- und Umsatzsteigerung. Das Ziel bis 2030 ist laut Unternehmen eine EBIT-Marge von 3,5 bis 4 Prozent. "Zur Jahresmitte sehen wir eine robuste Weltwirtschaft", so Strauss.