Windhagen (ABZ). – Die Azubi TechDays sind in diesem Jahr in Windhagen veranstaltet worden. Mit dabei: 66 Auszubildende der Stammwerke von Wirtgen, Vögele, Hamm, Kleemann und Benninghoven. Im Fokus stand ein reales Straßenbauprojekt inklusive Bordsteinbau und der Sanierung eines 450 m langen Straßenabschnitts, wie die Wirtgen Group mitteilt..
Die Teilnehmenden stellten sich dem diesjährigen Arbeitsauftrag in Begleitung von 24 Ausbildern und Servicetechnikern. Zur Vorbereitung gab es zahlreiche Workshops, um das technische Verständnis und Wissen über die Produkte und einzelnen Prozessschritte zu vertiefen, informiert Wirtgen.
Ein Blick über den Tellerrand
Seit einigen Jahren wechseln sich die Wirtgen-Stammwerke in Windhagen, Ludwigshafen, Tirschenreuth, Göppingen und Wittlich bei der Ausrichtung der Azubi TechDays ab. Die Veranstaltung dient unter anderem dem Zweck, dass die Auszubildenden ihr Wissen über die Produktmarken des Konzerns erweitern.
Auch der persönliche Kontakt steht im Vordergrund. "Der Austausch untereinander ist schon faszinierend, wie schnell das geht, dass sie untereinander Kontakte knüpfen", sagt Boris Becker, Ausbildungsleiter gewerbliche Berufe bei der Wirtgen GmbH. Dabei geht es nicht nur um Teamgeist, sondern auch um die perspektivische Besetzung von Positionen in den Unternehmen: "Wir haben natürlich auch im Hinterkopf, dass einige Teilnehmer zum Beispiel unser Servicetechniker-Team verstärken", so Becker. Allein fünf Monteure, die die Maschinen während der TechDays erklärten, haben ihre Ausbildung in einem der Stammwerke der Wirtgen Group absolviert.
Das Programm an den drei Tagen bestand aus Theorie und Praxis. In zahlreichen Workshops stellten die Azubis ihre jeweiligen Maschinen und Technologien vor.
Für die "Rockstars", wie die Kleemann Azubis gerne genannt werden, eine passende Gelegenheit, ihre mobile Siebanlage MSC 952i EVO vor Ort zu erklären, während Benninghoven eine Asphaltmischanlage anhand des Asphaltherstellungsprozesses präsentierte.
Teamarbeit auf der Baustelle
Nachdem der 450 m lange und 5 m breite Straßenbelag an der Hallerbacher Straße an Tag 1 mit den Wirtgen Fräsen W 120 Fi und W 50 Ri gefräst worden war, folgte am zweiten Tag der Einbau der neuen Asphaltschichten.
Unter fachkundiger Anleitung arbeiteten die Auszubildenden dabei in wechselnden Teams.
Beim ersten Maschineneinsatz übernahm beispielsweise Vögele Auszubildende Samira Dhombruch den Fahrerstand des Fertigers SUPER 1900-5i, während Celine Hoffmann, ebenfalls von Vögele, an der Bohlenbedienkonsole alle wichtigen Parameter vor dem Start einstellte.
Nach der fertigen Tragschicht folgte die 4 cm starke Deckschicht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite waren die Hamm Tandemwalzen HD 10i und HD 12i im Einsatz, eine HD 70i stand ebenfalls bereit.
Was bei den Azubi TechDays der Wirtgen Group zählt, ist eigenverantwortliches Arbeiten in einem praxisnahen Umfeld, so das Unternehmen. Der Nachwuchs lerne nicht nur den Umgang mit den Maschinen und einen Baustellenablauf kennen, sondern stärke auch Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation, Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative.
"Das ist eine Möglichkeit, die bekommt nicht jeder geboten und da sind wir sehr stolz darauf", sagt Timon Kehlenbach, Auszubildender zum Industriemechaniker bei der Wirtgen GmbH.
Neben Ausbildungen in rund 20 Berufen aus den Bereichen Industriemechanik, Fachinformatik, Produktdesign und kaufmännischen Berufen werden in der Wirtgen Group auch duale Studiengänge angeboten.