Kiel (dpa). – Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr und die Baufirmen wollen per Schiedsverfahren den Streit um die Löcher auf der Autobahn 21 beilegen. Ein Gutachter soll die Ursache der Schäden ermitteln. "Damit vermeiden wir ein langwieriges gerichtliches Beweissicherungsverfahren", sagte der Direktor des Landesbetriebs, Torsten Conradt. Conradt setzt darauf, dass der Grund für die rätselhaften Schäden in beiden Richtungen zwischen Stolpe (Kreis Plön) und Bornhöved (Kreis Segeberg) bis Mitte des Jahres feststeht. "Das ist immer noch schneller, als wenn wir 2019 den Weg zu den Gerichten angetreten hätten." Das Hauptproblem sind demnach kleine Löcher in der Asphaltdecke, teilweise mehr als 50 Stück pro Quadratmeter. In Richtung Norden wurde zuletzt eine Zunahme der Schäden beobachtet. Im schlimmsten Fall müsste auf dem 10 Kilometer langen Teilstück der komplette Asphalt erneuert werden. Dies würde laut Landesbetrieb bis zu 7 Millionen Euro kosten. Die Arbeiten könnten wegen der geplanten Sanierung der Bundesstraße 205 aber erst 2021 starten. Der Landesbetrieb rechnet mit einer Dauer von bis zu zwei Monaten pro Fahrtrichtung.
dpa
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