Stuttgart (ABZ) I Auf das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte blickt die Ed. Züblin AG, nach eigenen Angaben Deutschlands Marktführerin im Hoch- und Ingenieurbau, zurück. Trotz eines schwierigen Marktumfelds erzielte das Unternehmen im Jahr 2025 ein Rekordergebnis. Die Gesamtleistung steigerte Züblin im Vergleich zum Vorjahr auf 4,8 Milliarden Euro (2024: 4,6 Milliarden Euro).
Besonders dynamisch entwickelte sich laut Unternehmensangaben der Auftragsbestand, der um mehr als 1,5 Milliarden Euro wuchs und mit 10,0 Milliarden Euro (2024: 8,6 Milliarden Euro) einen neuen Höchststand markierte. Der Auftragseingang legte ebenfalls deutlich zu und belief sich zum Jahresende auf 6,3 Milliarden Euro (2024: 4,2 Milliarden Euro). Zum Stichtag 31. Dezember 2025 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 15.179 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Den Rückgang des Mitarbeiteranzahl um rund 800 Menschen im Vergleich zum Vorjahr begründet Züblin mit der Abarbeitung von Großaufträgen im Ausland.
Züblin betont, dass 2025 die strategisch wichtigen Geschäftsfelder gestärkt wurden. Die Bereiche Infrastruktur und Industriebau entwickelten sich weiterhin »robust«. Dabei habe sich das Unternehmen unter anderem Zuschläge für Großaufträge wie die Fehmarnsundquerung sowie den ersten Bauabschnitt des IPAI Campus für Künstliche Intelligenz und ein Megaprojekt in der Halbleiterindustrie gesichert. Nach Angaben des Unternehmens wurden zudem bereits im Vorjahr gezielte strategische Investitionen getätigt. Dazu gehörten die Übernahme des Anlagenbauers Hilgefort, der Ausbau des Stahlbau-Standortes in Sande sowie der Zukauf von Bauer Spezialtiefbau Österreich.
Stephan von der Heyde, Mitglied des Züblin-Vorstands, kommentierte die Strategie: »Diese Investitionen stellen für uns wichtige Meilensteine in unserer Wachstumsstrategie dar. Wir bauen damit nicht nur unsere Fertigungskapazitäten aus, sondern binden außerdem Fachkräfte mit wertvoller Expertise an uns. Auf dieser Basis werden wir unsere Marktposition im Bereich komplexer Infrastrukturprojekte weiter stärken.«
Im Bereich Bauen im Bestand verbuchte Züblin eigenen Angaben zufolge Erfolge bei Projekten wie dem Arne Jacobsen Haus in Hamburg oder der Revitalisierung von Bürogebäuden in Eschborn. Für den Wohnungsbau erwarte das Unternehmen zusätzliche Impulse durch den von der Politik angekündigten »Bauturbo«. Züblin sieht sich dabei mit dem seriellen Holz-Hybridbausystem Moleno gut aufgestellt. Das Unternehmen blickt laut eigenen Angaben vor diesem Hintergrund optimistisch auf das angelaufene Geschäftsjahr.