Berlin (dpa). – Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert einen Stopp des in der Koalition umstrittenen geplanten Rentenpakets.
"Kabinettsbeschlüsse können geändert werden", sagte Dulger auf dem Arbeitgebertag, der jüngst in Berlin stattfand. "Wenn sie falsch sind, dann muss das Parlament sie ändern."
Seine "volle Unterstützung" hätten die jungen Abgeordneten der Unionsfraktion, die die Milliardenkosten durch das geplante Paket zum Thema in der Koalition machten. Die Gruppe leht lehnt die Reformpläne in jetziger Form ab. Der Arbeitgeberpräsident machte zugleich deutlich, dass er nicht nur das Anliegen der Jungen Gruppe teilt, die Änderungen fordern.
Dulger lehnt das gesamte Paket ab. "Vielleicht würde der Politik in dieser Situation eine Denkpause helfen, um danach klug zu entscheiden." Durch die geplante Fixierung des Sicherungsniveaus der Rente im Verhältnis zu den Löhnen bei 48 Prozent – geplant ist dies bis 2031 – "versündigen wir uns an der nachfolgenden Generation", sagte Dulger.