Bei der energetischen Sanierung eines mehr als 50 Jahre alten Gebäudekomplexes im Oberallgäu setzten die Architekten Daniela Frick und Fabian Rösch aus Wildpoldsried auf ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) mit dem Dämmstoff AirPor von Joma. Besonderes Augenmerk legten sie auf die wärmebrückenfreie Integration der Verschattungslösungen.
Holzgünz (ABZ). –Die Architekten wählten für das Projekt die AirPor-Jalousie- und Rollladenkästen von Joma, die vom Dämmstoffhersteller aus Holzgünz maßgenau gefertigt und einbaubereit auf der Baustelle angeliefert wurden.
An der Fassade des Einfamilienhauses wurde nach Herstellerangaben ein 240 mm starkes WDVS aus dem Dämmstoff AirPor installiert. Mit demselben Wärmeleitwert von WLS 032 warten auch die Raffstore- und Rollladenkastensysteme von Joma auf. Sie wurden in der gleichen Stärke vollständig in die gedämmte Fassade integriert.
Insgesamt wurden knapp 13 Laufmeter des Jalousiekastens und über 11 Laufmeter des Rollladenkastens des Herstellers eingebaut. Die Kastensysteme können an jedes beliebige Jalousie- oder Rollladenprodukt angepasst werden, sodass Architekten und Bauherren freie Wahl bei der Auswahl der Verschattungselemente haben.
"Die neue Dämmung sorgt in unserem Haus für ein viel besseres, angenehmeres Wohnklima. Die Architekten haben uns hier wirklich sehr gut beraten und viel Wert daraufgelegt, gerade auch rund um die neuen Fenster Wärmebrücken zu minimieren", sagt Bauherrin Silvia Riedisser.
Sie schätzt besonders die Flexibilität der Verschattungslösung: "Einige unserer Wohnräume liegen im Süden des Hauses und würden sich im Sommer ohne aktiven Sonnenschutz zu stark aufheizen. Darum haben wir uns dort für Jalousien entschieden. In den Schlafzimmern dagegen soll es wirklich ganz dunkel sein, darum haben wir hier Rollläden genommen."
Das Sanierungsprojekt wurde durch das 10000-Häuser-Programm der bayerischen Landesregierung, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert, informiert Joma. "Insgesamt wurden knapp 30 Prozent der Kosten durch Förderungen abgedeckt", erklärt Architekt Fabian Rösch.
Der verwendete Dämmstoff AirPor besteht laut Herstellerangaben aus 98 Prozent Luft und ist zu 100 Prozent recyclingfähig. Der AirPor-Jalousiekasten von Joma ist nach Unternehmensangaben der erste Raffstorekasten in Deutschland, der das Passivhauszertifikat des Passivhausinstitutes (PHI) erhielt.
Die Belieferung mit den beiden Systemen plus WDVS aus einer Hand brachte allen Beteiligten Vorteile. "Weil alle Komponenten dieselbe Stärke haben, konnten sie nahtlos appliziert werden. Durch die maßgenaue Vorfertigung bei uns im Werk können wir etwaigen Fehlern bei der Montage vorbeugen", erklärt Stefan Miller, technischer Vertriebsleiter bei Joma.
Sergej Kremer, Geschäftsführer der Kremer Maler & Fassaden GmbH aus Biessenhofen, lobt die Zusammenarbeit: "Das Team von Joma hat sogar das Aufmaß vor Ort gemacht. Wir mussten am Ende nur noch die fertigen Elemente einbauen. Das hat hervorragend geklappt und wirklich viel Zeit gespart."
Neben dem WDVS mit Verschattungssystemen erhielt das Haus auch neue Fenster, eine Lüftungsanlage, eine Photovoltaikanlage sowie eine eingefräste Fußbodenheizung, sagt Joma. Zudem wurde auf das ursprüngliche Dach ein komplett neues aufgesetzt, wodurch der ungenutzte Dachraum eigenen Angaben zufolge in 100 m² Wohnfläche umgewandelt werden konnte.
"Das Objekt war schon vor der Sanierung architektonisch wunderschön. Es wäre wirklich schade gewesen, das ganze Haus einfach niederzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Wir wollten lieber den Bestand erhalten und baulich aufwerten, während der klassische Charme des Baukörpers beibehalten wird. Das ist nachhaltiges Bauen für uns", betont Architekt Rösch.
Die Joma Dämmstoffwerk GmbH mit Sitz in Holzgünz ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von Dämmstoffmaterialien für nachhaltiges und energiesparendes Bauen. Sie ist auf Dämmplatten und Dämmstoffe zur Dämmung von Fassaden, Wärmedämmung aus EPS und Akustikdämmung spezialisiert.