Rüdiger Schäffer, Geschäftsführer der Schäffer Maschinenfabrik GmbH, freut sich auf den intensiven Dialog mit vielen Besuchern am Schäffer-Messestand auf der bauma. Im Gespräch mit ABZ-Redakteur Martin Steffan beleuchtet er die Produkte, die in diesem Jahr schwerpunktmäßig im Interesse des Unternehmens stehen werden..
ABZ:Welche Erwartungen hat Ihr Unternehmen an die diesjährige bauma?
Schäffer: Wir erwarten, dass die bauma 2025 eine hervorragende Plattform bietet, um unsere neuesten Innovationen und Technologien einem internationalen Publikum zu präsentieren. Die Messe ist für uns eine wichtige Gelegenheit, um wertvolle Kontakte zu knüpfen und Partnerschaften zu stärken. Wir hoffen, durch unsere Präsenz auf der bauma bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen. Zudem erwarten wir, dass die Messe uns Einblicke in die neuesten Branchentrends und Entwicklungen bietet, die uns helfen, unsere Produkte und Dienstleistungen weiter zu verbessern und an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Wir freuen uns auf einen intensiven Dialog mit den Besuchern.
ABZ: Mit welchen Produkten, Angeboten oder Diensten wird sich Ihre Firma vor Ort präsentieren?
Schäffer: Unter dem Motto "Effizienz trifft Vielseitigkeit" werden wir ein breites Programm an kompakten Ladern und Anbauwerkzeugen vorstellen, darunter Multifunktionslader, Radlader und Teleradlader mit einem Einsatzgewicht ab 1,2 Tonnen. Besonders hervorzuheben sind ein neuer Teleradlader als Umschlagmaschine für Recyclingunternehmen und als vielseitig einsetzbare Maschine für den Kommunalbereich, ein elektrischer Multifunktionslader für den Einsatz in emissionssensiblen Bereichen und ein neuer Allrounder für den GaLaBau. Zudem können sich die Besucher auf attraktive Messeaktionen freuen.
ABZ: Hat sich das Engagement Ihres Unternehmens auf der bauma in diesem Jahr gegenüber 2022 verändert?
Schäffer: Wir werden in diesem Jahr erstmalig in einer Halle ausstellen. Unsere Besucher werden uns auf der bauma in Halle C6 finden, sehr zentral auf dem Messegelände. Wir nutzen die Möglichkeit, unsere Maschinen wetterunabhängig und in einem gemütlichen Ambiente zu präsentieren. Wir werden unsere Kompaktlader anschaulich in Szene setzen und einen größeren Fokus auf die Konnotation der Lader mit den Anbaugeräten legen, um den Kunden praxiserprobte Gesamtlösungen zu zeigen.
ABZ: Welche sind die Highlights, die Ihr Unternehmen zur bauma vorstellt?
Schäffer: Ein Highlight auf unserem Messestand wird der Teleradlader 8620 T-3 sein. Ausgestattet mit einer neuen Kabine und innovativen Assistenzsystemen setzt er neue Maßstäbe in den Bereichen Effizienz, Sicherheit und Bedienkomfort.
Ein weiteres Highlight wird der neue elektrische Multifunktionslader 14e sein. Er zählt zu den kompaktesten Elektroladern überhaupt. Mit einer Höhe von 1,99 Meter und einer Breite ab 0,89 Meter spielt er überall dort seine Vorteile aus, wo ein emissionsfreier Einsatz in besonders engen Umgebungen erforderlich ist.
Die Besucher aus dem Garten- und Landschaftsbau können sich auf den 2430-2 freuen. Der sparsame Motor wurde kombiniert mit unserer automatischen Schubkraftregelung und dem elektronisch geregelten Fahrantrieb, was einen kraftvollen und gleichzeitig wirtschaftlichen Einsatz der Maschine garantiert.
Beim 2445 S wurde die Leistung der Maschine durch die patentierte Multi-High-Flow-Technologie weiter aufgewertet. Er verfügt jetzt über eine Hydraulikleistung von bis zu 81 Liter pro Minute. Somit können nun auch hydraulisch anspruchsvolle Anbaugeräte wie Fräsen und Rüttelplatten problemlos mit dieser kompakten Maschine betrieben werden.
Darüber hinaus präsentieren wir neue Anbauwerkzeuge, die die Vielseitigkeit unserer Maschinen weiter steigern.
ABZ: Klimaneutralität, Alternative Antriebskonzepte, Vernetztes Bauen, Nachhaltiges Bauen und Mining Challenge (Rohstoffversorgung der Zukunft) sind die Leitthemen der Messe. Wie stellt sich die Firma Schäffer diesbezüglich auf?
Schäffer: Die Leitthemen der bauma umschreiben die Trends sehr gut. Für Schäffer sind in diesem Zusammenhang die Bereiche Nachhaltigkeit und alternative Antriebskonzepte wichtig. Als Familienunternehmen denken wir in Generationen. Auch deswegen ist der Nachhaltigkeitsgedanke ein zentraler Punkt bei der Entwicklung unserer Maschinen. Durch unser über 50-jähriges Know-how in der Ladetechnik und unsere hohen Qualitätsansprüche an unsere Maschinen ermöglichen wir einen jahrzehntelangen, nachhaltigen Einsatz der Maschinen. Dazu zählen natürlich allen voran unsere emissionsfreien Elektrolader. Auch bei den konventionell betriebenen Maschinen haben wir es dank unserer Effizienzsysteme geschafft, den Kraftstoffverbauch zu senken und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Als Beispiel ist hier der 2430-2 genannt, den wir bei gängigen Ladetätigkeiten mit einem Kraftstoffverbrauch von weniger als 2 Liter pro Stunde gemessen haben. Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr den Einsatz von synthetischem Dieselkraftstoff HVO für alle Lader des aktuellen Maschinenprogramms freigegeben – eine zusätzliche Maßnahme, die den CO2-Ausstoß unserer Lader mit Verbrennungsmotor erheblich reduziert.
ABZ: Welche Themen sind Ihrer Meinung nach auf der bauma unterrepräsentiert?
Schäffer: Themen wie die Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften in die Bauindustrie könnten stärker betont werden. Diese Aspekte sind entscheidend für die Zukunft der Branche. Eine gut ausgebildete und vielfältige Belegschaft ist unerlässlich, um den Herausforderungen der Bauindustrie zu begegnen und innovative Lösungen zu entwickeln.
ABZ: Wie beurteilen Sie die aktuelle konjunkturelle Situation und Marktentwicklung in der Bauwirtschaft in Deutschland, der Europäischen Union und international?
Schäffer: Die Bauwirtschaft steht vor Herausforderungen wie steigenden Materialkosten und Fachkräftemangel. Für uns bietet sich hier jedoch auch eine Chance, mit unseren Maschinen die passenden Lösungen für diese Probleme zu liefern. Eine immer höhere Effizienz der Lader trägt zur Senkung der Betriebskosten bei und reduziert den Kostendruck unserer Kunden. Die Kombination mit unserem großen Anbaugeräteprogramm hilft dabei, die Arbeit zu mechanisieren, die zuvor noch sehr personalintensiv von Hand durchgeführt worden ist und entgegnet somit dem Fachkräftemangel. Kontinuierliche Investitionen in nachhaltige Bauprojekte und Infrastruktur sind unerlässlich. Beispielhaft ist der weiter fortschreitende Ausbau des Glasfasernetzes zu nennen, wo aufgrund der engen Platzverhältnisse kompakte Radlader sehr gefragt sind.
ABZ: Welche mittel- und langfristige Strategie verfolgt Ihr Unternehmen bezogen auf die Marktplätze in Deutschland, in der Europäischen Union und international?
Schäffer: Wir möchten unsere Position als führender Hersteller von knickgelenkten Kompaktladern weiter stärken – national wie international.
Dabei fokussieren wir uns auf die Qualität, die Innovationen und die Nachhaltigkeit unserer Maschinen. Schäffer möchte sich als Spezialist für effiziente Kompaktlader für den GaLaBau, die Industrie sowie die Bau- und Kommunalwirtschaft weiter behaupten.
Dabei setzen wir – wie auch schon bisher – auf ein kontinuierliches, organisches Wachstum sowie auf ein partnerschaftliches Verhältnis zu Vertriebspartnern und Endkunden.
International haben wir zusätzliche Vertriebspartner hinzu gewonnen. Durch die kontinuierliche Qualifizierung unserer Vertriebspartner sorgen wir für eine zuverlässige Unterstützung der Endkunden vor Ort. Denn häufig zählen unsere Lader zu den Schlüsselmaschinen eines Unternehmens.