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Hängegerüst an der Fürwiggetalsperre realisiert

Gerüstbauer setzten an der Fürwiggetalsperre auf ein innovatives Hängegerüst mit dem MJ OPTIMA-System, um Sanierungsarbeiten effizient und gewichtsparend zu realisieren.

Von ABZ
Schiebertürme der Talsperre
Ein OPTIMA-Geländerstiel ist 2 m lang, kann allerdings wie beim Modulgerüst üblich, durch Aufstecken eines weiteren Stiels verlängert werden. | Foto: MJ Gerüstbau

Meinerzhagen (ABZ). – Für die Sanierung der Schiebertürme an der Fürwiggetalsperre in Meinerzhagen hat die Firma Systemgerüstbau aus Lüdenscheid eine ungewöhnliche Gerüstlösung umgesetzt. Gerüstbauermeister Stefan Kroll setzte dabei auf ein Hängegerüst mit dem MJ OPTIMA-System.

Die zwischen 1902 und 1904 aus Naturstein errichteten Schiebertürme der Talsperre, die sich im Eigentum des Ruhrverbands befinden, mussten im Rahmen von Sanierungsarbeiten neu verfugt werden. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass die Türme von der Krone der Staumauer aus 8 m hinunter bis zur Wasseroberfläche eingerüstet werden mussten, ohne dass eine Gründung möglich war.

"Das hätte man natürlich problemlos mit Modulgerüst machen können, ich hatte aber eine andere Idee", erklärt Stefan Kroll. "Mein Gedanke war, dass man durch das leichtere Gewicht der OPTIMA-Geländerstiele und die Verwendung von Rückengeländern statt Modul-Riegeln das Gewicht des Gerüsts an der Talsperre erheblich senken könnte."

Die Lösung bestand darin, durch die schmalen Fenster der Schiebertürme jeweils zwei Gitterträger zu führen und diese im Inneren mit einer Konstruktion aus Modulgerüst zu befestigen. Das Modulgerüst wurde zwischen Decke und Boden verspindelt, um laut Beteiligten ausreichend Halt zu bieten. Die so gewonnene Auskragung am Fenster diente weiteren Gitterträgern als Auflagepunkt.

"So konnten wir die Türme einmal komplett mit Gitterträgern umrüsten und erhielten so die Aufhängepunkte für unsere OPTIMA-Stiele", beschreibt Kroll das Vorgehen. Für die benötigte Länge von 8 m wurden jeweils vier OPTIMA-Stiele verbunden und durch Bolzen gesichert.

Die Montage erfolgte von der Krone der Mauer aus, wobei die 8 m langen Stiele hinabgelassen wurden. Ein Mitarbeiter im Ruderboot wartete unten, um die Stiele mit Riegeln zu verbinden. Nach dem Einlegen der ersten Lage Beläge konnte der weitere Aufbau erfolgen. Insgesamt wurden vier Lagen Gerüst rund um die Türme eingebracht. Die Bauzeit betrug etwa eine Woche pro Turm.

"Wir haben durch den Einsatz von OPTIMA pro Turm circa eine Tonne Gewicht eingespart", betont Kroll. "Das war in diesem Fall Gold wert, da wir aufgrund der Örtlichkeit nur beschränkte Möglichkeiten hatten und statisch ans Limit gekommen wären, wenn wir reines Modulgerüst angewendet hätten."

Die stabilen OPTIMA-Rohrverbinder, die aus einem Stück in einem mehrstufigen Umformprozess hergestellt werden, erwiesen sich als besonders geeignet für den Bau des Hängegerüsts. Für den Gerüstbauermeister aus Lüdenscheid, der erst im vergangenen Jahr mit der Anwendung des modularen Fassadengerüsts begonnen hat, bestätigen laut eigener Aussage Projekte wie dieses seine Entscheidung für das MJ OPTIMA-System.

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