Kiel (dpa). – Das AKW Brunsbüttel an der Elbmündung ist seit Jahren vom Netz, jetzt wird es endgültig entsorgt. Dem geplanten Abriss steht auf politischer Ebene nichts mehr im Weg. Schleswig-Holsteins für Atomenergie zuständiger Umweltminister Jan Philipp Albrecht überreichte Betreiber Vattenfall vor Kurzem die 700 Seiten umfassenden Unterlagen seiner Behörde. "Der Atomausstieg wird nun auch in Schleswig-Holstein für jedermann sichtbar", sagte der Grünen-Politiker. Auf diesen Moment hätten viele Menschen seit Jahren gewartet. Der Meiler werde "endlich abgebaut". Vattenfall-Regionalchef Pieter Wasmuth sagte, "der Rückbau eines Kernkraftwerks ist eine technisch gelöste Aufgabe". Mit der Genehmigung gehe das Kraftwerk vom Nachbetrieb in die Stilllegung über. Der Abriss der Anlage wird nach Ministeriumsangaben voraussichtlich 15 Jahre dauern. Danach werden dort voraussichtlich noch ein Zwischenlager für Kernbrennstoffe und ein neues Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle stehen.
dpa
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