Genthin (ABZ). – 17 800 Quadratmeter Fläche, ein 13 Meter langer Verzinkungskessel und 80 Mitarbeitende: In Genthin hat eine der, nach eigener Aussage, modernsten und nachhaltigsten Feuerverzinkereien ihren Betrieb aufgenommen. Der Standort der Rietberger Seppeler Gruppe kombiniere aktuelle Steuerungstechnik mit einem deutlich größeren Kessel und könne seinen Kunden so ein erweitertes Leistungsspektrum anbieten.
Mit dem Neubau verbunden ist auch eine neue Namensergänzung in der Firmierung. So wird die Feuerverzinkung Genthin GmbH & Co. KG künftig unter dem Namen Seppeler Feuerverzinkung Genthin GmbH & Co. KG agieren.
Komplexe Bauprojekte sind immer eine Herausforderung. Verschiedene Gewerke wollen koordiniert, Timings eingehalten und modernste Technologien optimal eingesetzt werden. "Unsere neue Feuerverzinkung in Genthin ist da keine Ausnahme", betont Michael Richter, Leitung Anlagen und Verfahrenstechnik der Seppeler Holding und Verwaltungs GmbH & Co. KG. "Wir sind daher froh, dass der Bau seit dem ersten Spatenstich im Frühjahr 2021 so hervorragende Fortschritte machte und nun an der neuen Adresse Am Werder 2 bezogen werden konnte." Die Genthiner Feuerverzinkung gehöre zu den leistungsstärksten ihrer Art und setze auch in Punkto Nachhaltigkeit neue Maßstäbe.
Die Seppeler Gruppe wird nach eigener Aussage damit ihrer Verantwortung für mehr nachhaltiges Wirtschaften gerecht. In der rund 5800 Quadratmeter großen Halle könne ein deutlich erhöhter Rohgutdurchsatz pro Stunde erreicht werden. Selbst die Verzinkung von Bauteilen mit einem Stückgewicht von rund vier Tonnen ist demnach in Genthin nun kein Problem mehr. "Ermöglicht wird diese Leistung durch den Einsatz automatisierter Transporttechniken wie moderner Hub- und Senkstationen, einem Traversenspeicher und Verteilerkränen", erklärt Sven Wening. Der Vertriebs- und Logistikexperte hat als Führungskraft viele Jahre Erfahrung in namhaften Unternehmen der Metallbranche gesammelt und wird als neuer Geschäftsbereichsleiter die weitere Entwicklung des Seppeler-Standorts vorantreiben.
Sven Wening übernimmt damit die Nachfolge von Joachim Ryssmann, der an ursprünglicher Wirkungsstätte seit 2014 als verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter die Geschicke des Standorts mit großem Engagement und viel Erfolg voranbrachte. Unter der neuen Führung wird der Genthiner Standort nicht nur wirtschaftlich, sondern auch besonders ökologisch neue Maßstäbe setzen, teilt das Unternehmen mit.
Der Standort werde nicht nur wirtschaftlich, sondern auch besonders ökologisch arbeiten. Denn geschlossene Stoffkreisläufe, eine mehrstufige Wärmerückgewinnung, ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage sorgen nach Auskunft des Unternehmens für echte Energie- und Ressourceneffizienz. Die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffemissionen würden so um ein Vielfaches unterschritten. "Ein kontinuierliches Energiemonitoring und die permanente Qualitätskontrolle sorgen außerdem dafür, dass wir auch in Zukunft möglichst nachhaltig arbeiten und der wachsenden Marktnachfrage nach individuellen Lösungen gerecht werden. So möchten wir auch in Genthin weiter Zukunft bauen", betont Sven Wening.