Irving/USA (ABZ). – Caterpillar hat im vergangenen Jahr eine neue Generation knickgelenkter Muldenkipper eingeführt. Den Auftakt machte die Cat-Maschine 730, weitere Modelle wie Cat 725, 730 EJ und 735 sollen folgen. Die Maschinen verfügen über integrierte Assistenzsysteme, die laut Hersteller für mehr Kontrolle und Sicherheit im Betrieb sorgen..
Die neuen Dumper sind mit automatischen Assistenzfunktionen ausgestattet, die Überschläge verhindern und die Geschwindigkeit an Kurvenverläufe und Bodenbeschaffenheiten anpassen sollen. Eine neu gestaltete Mulde mit integrierter Höhenbegrenzung gewährleistet nach Herstellerangaben zusätzliche Sicherheit. "Unser neues Maschinendesign macht die Bedienung der knickgelenkten Muldenkipper komfortabler, schneller und benutzerfreundlicher als je zuvor", erklärt Sherrie Williams, Produktspezialistin bei Caterpillar. Die Baumaschinen sind mit dem neuen Cat-C13B-Motor ausgestattet, der die Anforderungen der Abgasstufe V erfüllt und je nach Modell eine Leistung von 257 bis 316 kW (345 bis 424 PS) liefert.
Die automatische Traktionskontrolle verhindert laut Caterpillar ein Durchdrehen der Räder bei schwierigen Bodenverhältnissen ohne manuelles Eingreifen. Die neue Motordrehzahlbegrenzung arbeitet mit der automatischen Retardersteuerung zusammen und passt die Drehzahl dynamisch an. Dies soll das Fahrverhalten verbessern, die Lenkpräzision erhöhen und weniger erfahrenen Fahrern mehr Sicherheit unter anspruchsvollen Bedingungen bieten.
Eine integrierte Geschwindigkeitsbegrenzung ermöglicht es, die Fahrgeschwindigkeit vom Fahrer oder im Service-Modus vorzugeben. Dies eignet sich nach Herstellerangaben für unebenes Gelände, stark frequentierte Bereiche oder Baustellen mit strikten Vorgaben. Die Assistenzfunktion Dynamic Roll Protection soll Überschläge wirksam verhindern und ergänzt den bewährten Stability Assist, der ein Kippen auf unebenem Gelände unterbindet. Die neue Funktion lässt sich flexibel an Material- und Baustellenbedingungen anpassen. Sie überwacht kontinuierlich die Einsatzumgebung, erkennt kritische Querbeschleunigungen und reagiert mit optischen und akustischen Warnsignalen.
Gleichzeitig reduziert sie die Motordrehzahl und aktiviert automatisch die Betriebsbremsen. Die Stability-Assist-Software meldet relevante Ereignisse über Vision-Link, um das Bewusstsein für potenziell gefährliche Situationen zu schärfen und die Sicherheit auf der Baustelle zu erhöhen.
Sobald der Schalthebel nicht auf "Parken" steht und der Dumper zum Stillstand kommt, aktiviert die neue Auto-Wait-Brake innerhalb von weniger als einer Sekunde automatisch die Betriebsbremsen. Nach acht Sekunden schaltet das Getriebe in den Leerlauf, während die Wartefunktion weiterhin aktiv bleibt. Ein Tritt aufs Gaspedal genügt, um Getriebe und Bremsen wieder zu lösen. Bei kurzen Stopps entfällt für den Fahrer das manuelle Umschalten auf "Parken", was laut Hersteller zur Kraftstoffeinsparung beim Übergang in den Leerlauf beiträgt. Die Auto-Wait-Brake arbeitet mit der Berganfahrhilfe zusammen und verhindert ein Zurückrollen am Hang.
Die Modelle Cat 725, 730 und 735 erhalten eine neu gestaltete Mulde, die das Beladen gegenüber früheren Bauweisen erleichtern und die maximale Nutzlast optimieren soll. Eine integrierte Höhenbegrenzung passt die Kippstellung der Mulde flexibel an die jeweiligen Baustellenbedingungen an. Dadurch lassen sich nach Herstellerangaben Kollisionen mit Überbauten vermeiden und Zykluszeiten verkürzen. Der Cat 730 EJ mit Ejector-Mulde entlädt das Material, ohne die Mulde anzuheben. Die Ladung kann sogar während der Fahrt verteilt werden. Dies eignet sich laut Caterpillar für schnellere Ladezyklen und Einsätze an Steigungen, bei seitlich geneigten Flächen oder auf sehr weichem Untergrund. Auch in Bereichen mit Höhenbegrenzung kann der Dumper problemlos entladen.
Die neue Kabine verfügt über ein modernes Hauptdisplay, das sowohl als Touchscreen als auch über einen Drehregler bedienbar ist. Eine neu gestaltete Tastatur ersetzt herkömmliche Schalter. Fahrer können sich über eine individuelle ID direkt am Hauptbildschirm anmelden; das System speichert bis zu 50 persönliche Benutzerprofile. Alle knickgelenkten Muldenkipper der neuen Generation sind serienmäßig mit Kameraüberwachung im Front- und Heckbereich ausgestattet. Optional ist eine Objekterkennung verfügbar. Radarsensoren vorne und hinten warnen optisch und akustisch, sobald sich Objekte im Fahrweg befinden. Vier individuell einstellbare Kameras an Front, Heck und den Seiten sollen die Rundumsicht verbessern.
Das optionale Feature "Operator Coaching" analysiert das individuelle Fahrverhalten und zeigt Verbesserungspotenziale auf. Hinweise und Tipps werden auf dem Haupt-Touchscreen dargestellt, während animierte Video-Tutorials die Bedienung erklären. Für Flottenmanager bietet die integrierte GPS-Funktion zusätzlichen Mehrwert: Sie zeigt auf Karten jene Stellen im Arbeitszyklus, an denen Hinweise ausgelöst wurden.