Garching (ABZ). – Die neue Generation der Cat-Zweiwegebagger ist mit umfassenden Verbesserungen bei Sicherheit und Fahrerkomfort versehen. Laut Zeppelin, dem Vertriebspartner von Caterpillar, wurden zudem mehrere Antriebskonzepte entwickelt, um den unterschiedlichen Anforderungen im Gleisbau gerecht zu werden.
Sind schwere Lasten wie lange Schienen zu ziehen, liefert der konventionelle Antrieb die benötigte Traktion und bringt die erforderlichen hohen Zugkräfte auf, sagt Zeppelin. Für längere Strecken eignet sich der hydrostatische Schienenradantrieb, mit dem nach eigenen Angaben über Gleisinfrastruktur wie Indusis hinweggefahren werden kann. Wer beide Vorteile nutzen will, wählt die Kombination der Antriebsarten.
Für den sicheren Zugang zur Kabine wurde für jedes Modell ein eigenes Konzept entwickelt, informiert Zeppelin. Bei Maschinen mit Kombiantrieb oder klassischem Antrieb stehen nun vier statt drei Trittstufen zur Verfügung, die optional beleuchtet werden können. Die erste Trittstufe senkt sich zum Auf- und Abstieg automatisch ab. Die Kraftstoffbetankung wurde in den Unterwagen verlegt und ist vom Boden aus erreichbar. Relevante Wartungspunkte wurden zusammengelegt und sind somit gut zugänglich – eine Plattform sorgt dafür, die Wartung sicher durchführen zu können Eine Neuerung ist die als Trittstufe nutzbare Wartungsklappe. Für bessere Sicht bei Dunkelheit sorgt eine verbesserte LED-Beleuchtung, die in zwei verschiedenen Lichtpaketen erhältlich ist. Eine neue hochauflösende 360-Grad-Kamera gibt dem Fahrer den nötigen Überblick.
Die Kabine wurde an das Design der neuen Maschinengeneration angepasst. Die Bedienung ist durch ergonomisch angeordnete Schalter und größere, intuitivere Displays verbessert worden. Beide Sitze – für Fahrer und Begleitperson – sind in Fahrtrichtung angeordnet und bieten mehr Platz. Auch der Stauraum für Werkzeug und Sicherheitseinrichtungen wurde deutlich vergrößert.
Hochauflösende Monitore zeigen Informationen zur Bahn- und Maschinentechnik an. Die neue Maschinengeneration des M323 verfügt ferner über verschiedene Assistenzsysteme wie eine integrierte Waage und einen Tempomat. Die bewährte Überlastungsbegrenzung wurde von der Vorgänger-Baureihe übernommen, um ein Umkippen des Baggers beim Heben zu hoher Last zu verhindern.
Neu hinzugekommen ist laut Zeppelin eine Personenerkennung, die den Fahrer durch ein akustisches Signal warnt, wenn sich Personen dem Zweiwegebagger nähern. Außerdem wurde auf Kompatibilität geachtet: Die neue Generation ist mit allen hydraulischen Schnellwechslern kompatibel, wodurch der Fahrer beim Wechsel von Anbaugeräten nicht mehr aussteigen muss. Bei der hydrostatischen Variante und dem Kombiantrieb wurde die bewährte hydraulische Pendelachse beibehalten. Zudem wurde die Leistung der Schwenkbremse erhöht, sagt das Unternehmen
"Schon auf der bauma verzeichneten wir eine hohe Nachfrage nach der neuen Maschinengeneration", berichtet Jörg Saake, Zeppelin Vertriebsleiter Zweiwegetechnik. "Wir konnten bereits erste Verkäufe realisieren, weitere Geschäfte anbahnen und etliche Vorreservierungen verzeichnen. Das ist umso erfreulicher, weil es zeigt, dass wir mit unseren sechs verschiedenen Optionen auf dem richtigen Weg sind."