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Mehr Genehmigungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser

Von ABZ

Wiesbaden (ABZ) | Im Juni 2026 wurde in Deutschland der Bau von 21 600 Wohnungen genehmigt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 13,8 % oder 2 600 Baugenehmigungen mehr als im Juni 2025. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg dabei um 14,1 % oder 2 200 auf 17 800. Bei Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, wurden im Juni 2026 mit 3 900 insgesamt 12,1 % oder 400 Wohnungen mehr genehmigt als im Vorjahresmonat.

Im gesamten 1. Halbjahr 2026 wurden laut Destatis in Deutschland Baugenehmigungen für 126 300 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden erteilt. Das waren 15,1 % oder 16 600 Wohnungen mehr als im 1. Halbjahr 2025. Stärker war die Zahl der Baugenehmigungen in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zuletzt im Jahr 2016 gestiegen. Damals nahm sie um 30,4 % oder 42 700 auf 182 800 Wohnungen im 1. Halbjahr 2016 zu.

Der aktuelle Anstieg erfolgte laut Angaben des Statistischen Bundesamtes allerdings von einem niedrigen Niveau in den ersten sechs Monaten der Jahre 2024 und 2025. In diesen Zeiträumen wurden 106 700 beziehungsweise 109 800 Wohnungen genehmigt. Einen ähnlich niedrigen Wert hatte es zuvor im 1. Halbjahr 2011 mit 108 600 Wohnungen gegeben.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 103 100 Wohnungen genehmigt. Nach Angaben von Destatis waren das 15,8 % oder 14 100 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Einfamilienhäusern stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 12,7 % beziehungsweise 2 700 auf 24.000 Wohnungen.

Bei Zweifamilienhäusern nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen um 27,3 % beziehungsweise 1 700 auf 7 700 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden laut Destatis 67.000 Neubauwohnungen. Das entspricht einem Anstieg um 16,9 % beziehungsweise 9 700 Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen veränderte sich dagegen nur gering. Mit einem Anstieg um 0,9 % wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 4 400 Wohnungen genehmigt. Das waren 40 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum.

In neuen Nichtwohngebäuden wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 2 400 Wohnungen genehmigt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes entspricht dies einem Anstieg um 42,7 % beziehungsweise 700 Wohnungen. Hierzu zählen beispielsweise Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 20 800 Wohnungen genehmigt. Damit lag die Zahl laut Destatis um 9,2 % beziehungsweise 1 800 Wohnungen über dem Wert des gleichen Zeitraums im Jahr 2025.

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