Treis-Karden (ABZ). – Die Heinz Schnorpfeil Bau GmbH hat den Rastplatz Welschehahn an der Autobahn 3 zwischen Köln und Frankfurt umgebaut. Im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes entstanden dort 20 Lkw-Stellplätze mit Betonfahrbahndecke sowie 15 Pkw-Stellplätze in Asphaltbauweise.
Die A 3 zählt nach der A 7 zu den längsten Autobahnen Deutschlands und gehört zu den meist befahrenen Strecken des Landes. Der Bedarf an Lkw-Stellplätzen ist auf dieser Transitroute entsprechend hoch.
Die Autobahn GmbH erweitert dort sukzessive die Kapazitäten. Bei der Modernisierung des Rastplatzes "Welschehahn" im nördlichen Rheinland-Pfalz entstanden 16 neue Lkw-Stellplätze, während die Parkstände für Pkw von 28 auf 15 reduziert wurden. Schnorpfeil Bau bewegte für den Umbau rund 14.000 m³ Erde und baute auf 4700 m² die Fahrgasse und Stellflächen für Lkw aus Beton sowie eine 1300 m² große Stellfläche für Pkw in Asphaltbauweise ein.
Die Autobahn GmbH entschied sich dafür, die Lkw-Parkplätze sowie die dazugehörigen Fahrspuren in Beton mit einer Dicke von 25 cm gemäß Bk32 Tafel2 Zeile2 herzustellen.
"Beton ist für diese Flächen unserer Meinung nach der richtige Baustoff. Schwere, große Lkw rangieren dort und stehen für viele Stunden auf den Flächen. Nur Fahrbahnen und Parkflächen aus Beton halten diesen Belastungen auf Dauer stand und stehen dem Verkehr für viele Jahre zur Verfügung", sagt Uwe Schminke, Leiter der Niederlassung West, Außenstelle Montabaur, der Autobahn GmbH des Bundes.
Lkw belasten die Fahrgassen und Stellflächen laut Angaben des Unternehmens sowohl thermisch durch warme Reifen und Motoren als auch mechanisch durch ihr hohes Gewicht. Für derartige Flächen sei Beton erheblich widerstandsfähiger und die langlebigere, wartungsärmere Alternative. Nach dem Grundsatz "der richtige Baustoff an die richtige Stelle" wurden auf dem Rastplatz die Flächen aufgeteilt: Rund 78 % der Verkehrsflächen für Lkw sind mit Beton ausgestattet, die restlichen rund 22 % für Pkw wurden asphaltiert. Dort stellte Schnorpfeil Bau einen 26 cm dicken bituminösen Fahrbahnaufbau her. Eine Höhenbegrenzung auf 2 m schützt diese Fläche vor unerwünschter Benutzung durch Lkw. Im Sinne der Nachhaltigkeit ließ die Autobahn GmbH nicht nur die Lkw-Parkflächen und Fahrgassen in Beton herstellen, sondern auch die Bord-Rinnen-Anlagen. Insgesamt entstanden auf dem Rastplatz "Welschehahn" entlang der Fahr- und Stellflächen und im Bereich der Trenninseln auf knapp 600 m monolithische Bord-Rinnen-Anlagen.
Diese kompakten Betonkörper können laut Hersteller die auf einem Lkw-Stellplatz anfallenden hohen Belastungen durch Überfahren und Rangieren bei der Suche nach freiem Parkraum problemlos dauerhaft aufnehmen. Die Herstellung solcher Bord-Rinnen-Anlagen mit einem Gleitschalungsfertiger lässt nach Angaben von Schnorpfeil nahezu jede Geometrie zu.
"Auf dem Rastplatz 'Welschehahn' wurden die Borde in drei verschiedenen Profilen hergestellt. Der Einbau verschiedener Profile ist mit unseren Gleitschalungsfertigern problemlos möglich. Auf diese Weise können wir Lösungen für lokale Besonderheiten schaffen", sagt Pascal Borsch, Leiter der Abteilung Fahrbahnbeton und Gleitformbau bei Schnorpfeil Bau.
Die FGSV hat für den Bau von Verkehrsflächen aus Beton für Rastanlagen das "Merkblatt für Planung, Konstruktion und Bau von Verkehrsflächen aus Beton, Teil 1 Kreisverkehre, Busverkehrsflächen und Rastanlagen (M VaB, Teil 1)" herausgegeben. "In Rheinland-Pfalz setzen wir die Empfehlungen aus diesem Merkblatt schon seit vielen Jahren um, denn es zeigt sich, dass wir mit dieser Bauweise Schäden an den Fahrbahndecken vermeiden", betont der Experte Schminke.