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Neue Produktionsstätte für Batterietechnologie frühzeitig hochgefahren

Stihl investiert 125 Mio. € in Rumänien: neues Akku-Werk in Oradea, produziert bis 2028 1,8 Mio. Akku-Packs, stärkt Wachstumsstrategie im Akku-Segment.

Von ABZ
Stihl Akku-Werk Rumänien
Mit einem Baumschnitt weiht Dr. Nikolas Stihl (Vorsitzender des Stihl-Beirats und -Aufsichtsrats) das neue Werk symbolisch ein. | Foto: Stihl

Oradea/Rumänien (ABZ). – Das Unternehmen Stihl hat in der rumänischen Großstadt Oradea ein Werk zur Produktion von Akku-Packs und Akku-Geräten eröffnet. Die Investition von 125 Millionen Euro soll das europäische Kompetenzzentrum für Batterietechnologie werden, wie Stihl mitteilt.

Das neue Werk umfasst nach Angaben des Unternehmens 47.000 Quadratmeter Produktionsfläche auf einem insgesamt 147.000 Quadratmeter großen Gelände. Die Bauarbeiten begannen im März 2024 und wurden in weniger als 18 Monaten abgeschlossen. Rumänien ergänzt als achtes Land den internationalen Stihl-Fertigungsverbund.

Die Produktion wird schrittweise hochgefahren und soll bis 2026 eine jährliche Kapazität von einer Million Akku-Packs erreichen. Bis 2028 erwartet Stihl ein Volumen von 1,8 Millionen Akku-Packs und 1,7 Millionen batteriebetriebenen Geräten. Zunächst konzentriert sich die Fertigung auf Blasgeräte und AP-Akku-Packs. Das Portfolio soll später um weitere akkubetriebene Geräte wie Gehölzschneider und Motorsägen erweitert werden.

Die Akku-Technologie ist laut Stihl ein zentraler Wachstumstreiber. Bereits heute ist mehr als jedes vierte weltweit verkaufte Stihl-Produkt batteriebetrieben. Bis 2027 soll dieser Anteil auf rund 35 Prozent steigen, bis 2035 auf ungefähr 80 Prozent.

"Das neue Werk in Oradea erweitert unseren globalen Fertigungsverbund und stärkt die Position von Stihl im schnell wachsenden Akku-Segment", sagte Dr. Nikolas Stihl, Vorsitzender des Stihl-Beirats und -Aufsichtsrats.

Derzeit sind rund 135 Personen im neuen Werk beschäftigt. Bis 2028 soll die Zahl auf etwa 700 steigen. Den Aufbau der Organisation verantwortete Dr. Robert Feulner, Geschäftsführer der neu gegründeten Andreas Stihl Power Tools S.R.L.

Das Werk verfügt über flexible Montagelinien, die eine schnelle Anpassung an verschiedene Akku-Modelle und Gerätetypen ermöglichen. Ein hoher Automatisierungsgrad und die Integration von Industrie-4.0-Prinzipien sorgen Stihl zufolge für digitale Rückverfolgbarkeit und datenbasierte Qualitätskontrolle.

Stuttgart (ABZ). – Wolff & Müller hat sein Spezialtiefbauportfolio im September strategisch erweitert: Über die neu gegründete Holding Ingenius Spezialtiefbau GmbH beteiligt sich das Stuttgarter Bauunternehmen mit 50 Prozent an der Häring Spezialtiefbau GmbH & Co. KG und deren Schwesterfirma Spezial-Grundbau-Service Bau GmbH (SGS).

"Durch die Beteiligung schöpfen wir Synergien in der Zusammenarbeit, stärken unser Leistungsangebot und gehen unseren Wachstumsweg konsequent weiter", sagt Dr. Albert Dürr, geschäftsführender Gesellschafter der Wolff & Müller Gruppe. "In den kommenden fünf Jahren werden wir unsere Geschäftseinheit Wolff & Müller Tief- und Straßenbau gezielt ausbauen – durch organisches Wachstum und durch passgenaue Beteiligungen und Zukäufe."

Die beiden Spezialtiefbauunternehmen Häring Spezialtiefbau und SGS mit Sitz in Pfronten im Allgäu ergänzen die Bauleistungen der beiden Wolff & Müller Unternehmenstöchter PST Spezialtiefbau Süd GmbH (PST) und GKT Spezialtiefbau GmbH (GKT). Während Häring Spezialtiefbau sich auf Spundarbeiten und das Rammen als Einbringungstechnik konzentriert und eine starke Marktposition im Bahnbau besitzt, ist die SGS auf unterstützende Tätigkeiten im Spezialtiefbau ausgerichtet.

Durch die Beteiligung will Wolff & Müller seine Marktposition im Spezialtiefbau stärken, insbesondere bei überregionalen Infrastrukturprojekten. Die Spezialtiefbauunternehmen PST und GKT haben sich bereits als wichtiger strategischer Teil der Geschäftseinheit Wolff & Müller Tief- und Straßenbau etabliert. Beide fokussieren sich auf Komplettlösungen für Baugruben(-sicherung) und das Bohren als Einbringungstechnik. "Mit der Beteiligung gewinnen wir im Sinne unserer langfristigen Wachstumsstrategie einen starken Partner mit großer Fachkompetenz, den wir bereits durch diverse gemeinsame Projekte sehr gut kennen", sagt Mark Töllner, technischer Geschäftsführer Wolff & Müller Tief- und Straßenbau.

Sein Kollege Andreas Köder, der kaufmännische Geschäftsführer Wolff & Müller Tief- und Straßenbau, ergänzt: "Häring Spezialtiefbau hat eine starke Position im Bahnbau inne – der Einstieg bringt uns beim Ausbau der Wachstumsfelder Unterirdische und Schienengebundene Infrastruktur voran."

Häring Spezialtiefbau generierte im Geschäftsjahr 2024 einen Gesamtumsatz von nahezu 20 Millionen Euro. Das Unternehmen bleibt – genau wie die 2019 gegründete und auf Baupartnerleistungen spezialisierte Schwesterfirma SGS – auch künftig unter Leitung des bisherigen geschäftsführenden Gesellschafters Jörg Mayer.

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