Stuttgart (ABZ). – Sika Deutschland hat ein neues Versiegelungsharz für die Abdichtung von Brücken und Parkhäusern entwickelt. Das SikaShield-501 Primer Pro soll erhöhten Schutz vor Carbamatbildung bieten und gleichzeitig den CO2-Fußabdruck verkleinern.
Das Reaktionsharz auf Epoxidharzbasis wird bei der Abdichtung von Fahrbahntafeln aus Beton als Versiegelung oder Kratzspachtelung verwendet. Es ist laut Hersteller Teil des umfangreichen Portfolios ZTV-ING konformer Abdichtungen von Betonbrücken nach ZTV-ING 6-1 sowie schneller Abdichtungssysteme nach den Regelwerken H PMMA und H HANV. Die Besonderheit des SikaShield-501 Primer Pro ist nach eigenen Angaben der Anteil an Biopolymer, wodurch fossile Rohstoffe eingespart werden können. Eine verbesserte Frühwasserbeständigkeit des neuen Harzes erhöht den Schutz vor Carbamatbildung.
Carbamate entstehen oft beim Aushärtungsprozess von Epoxidharzen bei Temperaturen unter 15 °C und in Anwesenheit von Wasser und CO2, informiert Sika. Neben einer optischen Veränderung kann sich das Carbamat je nach Intensität negativ auf die Zwischenhaftung einzelner Beschichtungen auswirken und die Dauerhaftigkeit des Beschichtungsaufbaus einschränken. Ein möglicher Systemaufbau bei der Anwendung auf Brücken und in Parkhäusern besteht aus:
Das neue Versiegelungsharz verbindet nach Angaben von Sika Leistung mit Nachhaltigkeit. Einer geprüften rückwertigen Durchfeuchtung, verbesserter Kratzspachtelkonsistenz und erhöhtem Carbamatschutz stehen eine emissionsärmere Verpackung, eine verbesserte CO2-Bilanz und die Einsparung fossiler Rohstoffe gegenüber.
Brücken und Parkhäuser müssen intensiver Nutzung und extremen Beanspruchungen standhalten und brauchen besonderen Schutz vor eindringendem Wasser mit Tausalzen, heißt es.