Neumünster (ABZ) | Auf der 71. NordBau in Neumünster präsentierte die TWF Tiefbautechnik GmbH Lösungen für den Grabenverbau und die Arbeitssicherheit. Nach Angaben des Unternehmens standen dabei insbesondere eine Absturzsicherung für Verbauplatten und eine Verbauleiter im Mittelpunkt.
Die Aluminium-Absturzsicherungen von TWF werden laut Hersteller direkt auf die Oberkante der Verbauplatten gesteckt und mit Gewindestangen gesichert. Sie lassen sich sowohl auf Verbauboxen als auch auf Gleitschienenplatten einsetzen. Die Befestigungshalter sind verstellbar. Die Elemente werden in Längen von 3, 3,5 und 4 m angeboten.
Nach Herstellerangaben erfüllt das System die Anforderungen der EN 13374, Schutzklasse A. Zusätzliche Zaunelemente sollen verhindern, dass Werkzeug und Material in den Graben fallen. Die Absturzsicherungen lassen sich zudem stapeln, wodurch sich Lagerung und Transport vereinfachen sollen.
Die Bedeutung entsprechender Sicherungsmaßnahmen zeigt sich laut TWF auch bei den Unfallzahlen. 2025 waren nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) 41 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle in deren Zuständigkeitsbereich Absturzunfälle. Etwa die Hälfte der tödlichen Abstürze ereignete sich demnach aus einer Höhe von weniger als 5 m, die meisten aus 2 bis 3 m.
Für den Zugang zu tieferen Baugruben stellte TWF außerdem die Verbauleiter vor. Nach Angaben des Herstellers kann sie bereits ab einer Grabentiefe von etwa 3,0 m eingesetzt werden. TWF empfiehlt, ein am Verbau geführtes Zugangssystem bereits bei geringeren Grabentiefen einzuplanen. Spätestens ab einer Tiefe von 5,0 m sollte die Verbauleiter mit Rückenschutz nach Herstellerangaben Bestandteil des Sicherheitskonzepts sein.
Die Leiter wird mit dem Bagger an der Verbaukante eingehängt. Das obere Podest mit Gitterrost bildet unmittelbar an der Verbaukante den Ein- und Ausstiegsbereich. Einstellschrauben ermöglichen laut Hersteller die lotrechte Ausrichtung. Der vorgesehene Abstand von mindestens 150 mm zum Verbau soll dabei ausreichend Freiraum und einen sicheren Tritt gewährleisten.
In Verbindung mit dem Einstiegselement mit einer wirksamen Nutzlänge von 1,0 m und dem 2,0 m langen Ausstiegselement lässt sich das System nach Herstellerangaben bereits bei Grabentiefen von etwa 3,0 m einsetzen. Mit Zwischenstücken von jeweils 1,0 m kann die Leiter modular auf Arbeitstiefen von bis zu 10,0 m erweitert werden. Der verbleibende Abschnitt zwischen dem unteren Podest und der Grabensohle wird über eine geeignete Anlegeleiter überbrückt. »Wer mit TWF verbaut, muss für die Sicherheit an der Kante nichts dazuerfinden. Die Absturzsicherung passt auf unsere Platten, die Verbauleiter hängt der Bagger ein – so läuft die Baustelle«, sagt Ralf Maywald, Geschäftsführer der TWF Tiefbautechnik GmbH.
Neben den Verbausystemen zeigte TWF auf der NordBau zwei Baggeranbaugeräte aus eigener Herstellung. Der EMV-Baggeranbauvibrator ist für Rammarbeiten vorgesehen, während der EMA-Bohrantrieb Bohrarbeiten im Spezialtiefbau übernimmt.