Erfurt (dpa) | Nach zwei schwachen Jahren beginnen die Thüringer wieder mehr private Hausbauprojekte. Von Januar bis Ende August wurden trotz eines insgesamt rückläufigen Wohnungsbaus 540 neue Ein- und Zweifamilienhäuser von den Behörden genehmigt. Das waren 7,8 Prozent mehr Genehmigungen als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Bei den Projekten dominierten die klassischen frei stehenden Einfamilienhäuser mit 488 Vorhaben. Doppelhaushälften oder Reihenhäuser spielten nur eine geringe Rolle.
Bis Ende August seien im Freistaat insgesamt 1.274 Bauanträge für 1.481 Wohnungen genehmigt worden. Das war ein Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 423 der genehmigten Wohnungen sollen in bestehenden Gebäuden geschaffen werden. In Mehrfamilienhäusern sollen 518 Wohnungen neu gebaut werden – ein Rückgang um 204 Wohnungen oder 28,3 Prozent, ermittelten dieStatistiker. Die seit einigen Jahren anhaltende Flaute im Wohnungsbau war vor allem durch gestiegene Baukosten und Kreditzinsen verursacht worden.