Gersthofen (ABZ). – Auf der NordBau in Neumünster präsentierte Humbaur im September seine Schwerlast-Bauanhänger. Der Gersthofer Anhängerhersteller zeigte auf dem Freigelände Nord verschiedene Transportlösungen für Bauunternehmer, Baumaschinenführer sowie Garten- und Landschaftsbauer.
Zu den Exponaten gehörten der HTS 30 K Satteltieflader mit Radmulden. Das Fahrzeug ist laut Aussage des Unternehmens für den Transport großer Baufahrzeuge und Container konzipiert. Ein Auffahrwinkel von 10° über die 3,15 m lange Rampe soll das Befahren für Baumaschinen erleichtern. Durch einen verstellbaren Königszapfen passt sich der Sattelauflieger nach Angaben von Humbaur an Zugmaschinen mit zwei oder drei Achsen an.
Das Modell HBTZ BS 21t aus der Tandem-Hochlader-Serie eignet sich Humbaur zufolge für Paletten, Baumaschinen und Baumaterialien. Das Modell verfügt über ein multifunktionales Außenrahmenprofil mit serienmäßigen Fall-Zurrbügeln und Zurrausschnitten im Radbereich. Eine Vielzahl von 6 t Klappzurr-ösen können am vorhandenen Bohrbild angeschraubt werden. Serienmäßig ist ein Zentralachslift an der ersten Achse verbaut, der den Reifenverschleiß bei Teil- oder Leerfahrten sowie den Kraftstoffverbrauch reduzieren soll. Für den Transport von festen und losen Baumaterialien zeigt Humbaur den Dreiseitenkipper HTK 10t.
Das Modell ist auf eine Nutzlast von 8500 bis 8900 kg ausgelegt. Der im Tauchbad feuerverzinkte Brückenrahmen mit Längs-, Quer- und Diagonalverstrebungen sowie der Brückenboden aus 4 mm starkem Feinkornstahl sollen für Stabilität sorgen. Eine zweiteilige schwenk- und pendelbare Rückwand erleichtert nach Herstellerangaben das Einhängen der Anlegerampen zum Auffahren.
Alle Schwerlast-Anhänger sind serienmäßig mit einem Reifendruckkontrollsystem mit Auto-Locate-Funktion für bis zu zwölf Räder je Anhänger ausgestattet. Hinzu kommt ein EBS-Bremssystem mit Federspeicher.
Voll-LED-Rückleuchten und blinkende Seitenmarkierungsleuchten sollen für bessere Sichtbarkeit sorgen. Imprägniertes Holz im Anhängerboden sowie eine montierte Heckschürze schützen das Fahrzeug vor Umwelteinflüssen.
Das Familienunternehmen aus Gersthofen bietet nach eigenen Angaben rund 420 verschiedene Anhänger-Serienmodelle für Gewerbe- und Privatkunden sowie mehr als 1000 Varianten von Fahrzeugaufbauten. Mit 600 Beschäftigten werden rund 60.000 Anhänger pro Jahr am Standort Gersthofen produziert, heißt es seitens der Firma.