Duisburg (ABZ). – Holcim hat die Übernahme von Xella abgeschlossen. Xella ist ein führender Anbieter von Wandsystemen in Europa mit einem für das Jahr 2026 erwarteten Umsatz von 1 Milliarde Euro. Durch diese strategische Akquisition erweitert Holcim sein Angebot an Baulösungen, insbesondere für Neubauprojekte sowie für energieeffiziente Reparaturen und Sanierungen.
Das Portfolio von Xella umfasst die Premium-Marken Ytong und Hebel mit vorgefertigten modularen Systemen aus Porenbeton (AAC), Silka mit Kalksandsteinelementen (Calciumsilikat) sowie Multipor mit Dämmsystemen auf Mineralbasis. Unterstützt werden diese Marken durch das digitale Serviceangebot blue.sprint. Dieses verknüpft laut Hersteller mithilfe von KI und Building Information Modeling (BIM) 3D-Baumodelle direkt mit einer digital gesteuerten Fertigung im Werk. Dies soll intelligente Bauprozesse und eine Just-in-Time-Anlieferung auf der Baustelle gewährleisten.
Xella beschäftigt über 4.000 Mitarbeitende und ist in 22 europäischen Ländern tätig. Die Übernahme wird voraussichtlich im dritten Jahr nach Abschluss zu Run-Rate-EBITDA-Synergien von 60 Millionen Euro führen und bereits im ersten Jahr einen positiven Einfluss auf den Gewinn pro Aktie haben.
«Diese Übernahme treibt Holcims Strategie ‹NextGen Growth 2030› voran und beschleunigt unsere Vision, der führende Partner für nachhaltiges Bauen zu sein», sagt Miljan Gutovic, CEO Holcim. «Durch den Ausbau des Portfolios unseres wertschöpfungsstarken Bereichs Building Solutions um führende Marken wie Ytong, Hebel, Silka und Multipor kann Holcim seinen Kunden voll integrierte nachhaltige und innovative Wandsysteme anbieten.»
Die Akquisition stärke die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich des modernen nachhaltigen Bauens, von zirkulärem Bauen und energieeffizienter Sanierung bis hin zu intelligentem Design und modularem Bauen.
Der Transaktionswert entspricht laut Herstellerangaben einem Pro-forma-EBITDA-Multiple für 2026 von 8,9x beziehungsweise 6,9x nach Synergien. Die Übernahme dürfte sich laut Holcim bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn pro Aktie und den Free Cashflow auswirken und ab dem dritten Jahr einen positiven Beitrag zur Kapitalrendite (ROIC) leisten.