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Handwerk wird in Gesellschaft geschätzt

Eine Umfrage von Bosch zeigt, dass das Handwerk in Deutschland hoch geschätzt wird, aber Herausforderungen wie Fachkräftemangel und hohe Kosten bestehen.

Von ABZ
Umfrage veröffentlicht
Ein Großteil der Befragten ist geneigt, zu einer Ausbildung im Handwerk zu raten. | Abb: Bosch

Leinfelden-Echterdingen (ABZ). – Das Handwerk bildet einen wichtigen Grundpfeiler unserer Gesellschaft und genießt trotz vieler Herausforderungen hohe Anerkennung – das zeigt eine repräsentative Umfrage von Appinio im Auftrag von Bosch Power Tools, wie der Hersteller von Elektro-Werkzeugen mitteilt. Es seien 1008 Teilnehmer aus ganz Deutschland zu ihrer Sicht auf das Handwerk befragt worden. Befragt wurden nach eigenen Angaben 505 Frauen und 503 Männer.

Die Studie beleuchtet laut Bosch zentrale Aspekte wie die Auswirkungen des Fachkräftemangels, Kriterien bei der Auswahl von Handwerkern und den Einfluss der Nachhaltigkeit auf die Branche.

Das deutsche Handwerk genießt in der Bevölkerung einen ausgezeichneten Ruf. Knapp neun von zehn Befragten – genau 89,5 Prozent – sehen Handwerksberufe als wichtig oder sogar sehr wichtig für unsere Gesellschaft an, informiert Bosch. Diese Wertschätzung ziehe sich wie ein roter Faden durch alle Altersgruppen und Regionen in Deutschland. Dennoch hätten die Kunden auch mit Herausforderungen zu kämpfen. Dazu zählen nach eigenen Angaben lange Wartezeiten (55,3 Prozent), hohe Kosten (49,8 Prozent) und ein Mangel an verfügbaren Handwerkern (45 Prozent).

Mit Blick auf den Nachwuchsmangel zeigt sich in der Umfrage ein durchwachsenes Bild. 40,9 Prozent der 18-24-Jährigen sind zuversichtlich, dass das Handwerk in den kommenden Jahren junge Talente anziehen kann, so das Unternehmen. Dieser Optimismus nehme in den älteren Altersgruppen ab. Interessanterweise würden zwei Drittel aller Befragten jungen Menschen zu einer Ausbildung im Handwerk raten.

Um das Handwerk für junge Menschen attraktiver zu machen, sehen die Befragten folgende Möglichkeiten: Bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen (61,9 Prozent), verbesserte Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten (43,3 Prozent) sowie Förderung von Kreativität und Innovation im Handwerk (39,4 Prozent).

Der Fachkräftemangel wird in verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich stark wahrgenommen, informiert Bosch. Bundesweit am stärksten betroffen sei der Be- reich Sanitär und Heizung, wo 58,7 Prozent der Befragten einen Mangel spürten. Dabei sollen sich deutliche regionale Unterschiede zeigen: Während in Mecklenburg-Vor- pommern 69,2 Prozent der Teilnehmer einen Mangel in diesem Bereich melden, sind es in Hamburg nur 35,5 Prozent. Besonders auffällig ist die Situation laut dem Unternehmen in Berlin, wo in fast allen Handwerksbereichen ein überdurchschnittlicher Mangel wahrgenommen wird.

Die unter Mehrfachauswahl für Kunden wichtigsten Aspekte sind die Qualität (86,7 Prozent), Termintreue (86 Prozent) und transparente Kosten (83,3 Prozent), heißt es. In Zeiten des Klimawandels legten Kunden aber auch zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit. 55,5 Prozent der Befragten erachten nach eigenen Angaben die Verwendung nachhaltiger Materialien und Arbeitsweisen als wichtig oder sehr wichtig. Auch andere zeitgemäße Aspekte gewinnen an Bedeutung.

Die digitale Kommunikation, bei- spielsweise über WhatsApp, werde von einem beachtlichen Teil der Befragten (46,6 Prozent) geschätzt. Diese Entwicklung zeigt Bosch zufolge, dass sich Verbraucher zwar die traditionellen Handwerkswerte wünschen, aber gleichzeitig erwarten, dass sich die Dienstleistung dem Zeitgeist und den modernen Kommunikationsmethoden anpasst.

Als Lösungsansatz für die Digitalisierung nennt Bosch die Handwerkersoftware OfficeOn. Sie mache Menschen im Handwerk das Leben leichter. Die Cloud-Lösung soll kleineren Handwerksbetrieben die einfache, zentrale und digitale Verwaltung aller Schlüsselprozesse im Unternehmen ermöglichen. Weitere Informationen zu der Studie finden sich auf der Website von Bosch OfficeOn.

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