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Neuer Kurzheckbagger schließt Lücke im Portfolio

Koblenz (ABZ). – Mit dem Cat 319 führt der Hersteller Caterpillar einen neuen Kurzheckbagger ein, der das Angebot zwischen den Modellen 315 und 325 ergänzt.

Von ABZ
Unter Realbedingungen getestet
Der Cat 319 ist eine kompakte, leistungsfähige Maschine, die speziell für anspruchsvolle Arbeitsbereiche entwickelt wurde. | Foto: Zeppelin

Koblenz (ABZ). – Mit dem Cat 319 führt der Hersteller Caterpillar einen neuen Kurzheckbagger ein, der das Angebot zwischen den Modellen 315 und 325 ergänzt. Kunden der Zeppelin-Niederlassung Koblenz konnten die Maschine, die bereits auf der bauma 2025 in München zu sehen war, nun unter Realbedingungen in einer Kiesgrube in St. Sebastian testen. Laut Angaben des Herstellers ist das Modell speziell für beengte Arbeitsbereiche im Tief-, Kanal- und Waldwegebau konzipiert.

Die Maschine verfügt über ein ausrüstungsabhängiges Einsatzgewicht zwischen 19,7 und 22,1 t sowie einen Motor mit einer Leistung von 98,9 kW (136 PS). Der Schwenkradius beträgt laut Hersteller 1750 mm. Für die notwendige Stabilität im Betrieb sorgt ein Kontergewicht von 4,65 t. „Auf diese Maschine haben wir gewartet“, erklärt Michael Gasteier von der Trapo GmbH. Auch Björn Schürmann von der Bauunternehmung Martin Meurer sieht Bedarf für das neue Modell: „Da die Baustellen immer kleiner werden, gehört dem Kurzheck die Zukunft. Wenn man klein kann, bekommt man den Auftrag“.

Mit einer Breite von 2,80 m bei Verwendung von 600 mm breiten Bodenplatten lässt sich der Bagger laut Hersteller ohne zusätzliche Genehmigung auf einem Tieflader transportieren. Optional sind zudem Bodenplatten in den Breiten 700 und 900 mm erhältlich. Das Einsatzgebiet umfasst neben innerstädtischen Baustellen auch den Wegebau in Forsten, wo ein kompakter Oberwagen aufgrund von Baumbestand und ausladenden Kronen vorteilhaft ist.

Ab Werk ist der Cat 319 mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgestattet. Dazu gehören eine 2D-Steuerung, eine Planierautomatik, eine Heavy-Lift-Funktion sowie eine Kontrollwaage. Für Arbeiten in sensiblen Bereichen, etwa unter Brücken, steht die Hub- und Schwenkbegrenzung „E-Fence“ zur Verfügung. „Die vollintegrierte 2D-Steuerung ist für uns ein sehr gutes Feature, da wir im Wald geländeangepasst arbeiten und dann eben nicht einmessen müssen“, erläutert Peter Junker, Inhaber der Junker GmbH. Eine Erweiterung auf eine 3D-Lösung ist laut Hersteller möglich.

In der Kabine finden Anwender ein hochauflösendes Display sowie eine optionale 360-Grad-Kamera für die Rundumsicht vor. „Das Fahrerhaus ist schön aufgeteilt – man findet alles auf einen Blick. Die Kabine ist angenehm, der Sitz hervorragend“, so das Urteil der Testfahrer.

Die Wartungspunkte für Betriebsflüssigkeiten sind laut Herstellerangaben vom Boden aus erreichbar. Die Betankungspumpe verfügt über eine automatische Abschaltfunktion. Für die Arbeit bei Dunkelheit sind die Wartungsklappen mit zeitgesteuerten Arbeitsleuchten versehen.

Der Cat 319 wird mit verschiedenen Auslegern angeboten: Ein Verstellausleger ist mit Stiellängen von 2,25 m und 2,60 m kombinierbar, während der Monoausleger mit einem 3,10 m langen Stiel geliefert wird. Die Auslieferung der ersten Maschinen soll laut Dominik Mohr, Verkaufsrepräsentant bei Zeppelin, ab dem zweiten Halbjahr beziehungsweise im vierten Quartal 2026 erfolgen.

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