Bergheim/Österreich (ABZ). – Der Maschinenbauer Palfinger hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 relativ zum Vergleichszeitraum im Jahr 2024 deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Palfinger hervor.
Der Umsatz sank demnach um 3,5 Prozent auf 1,684 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis betrug in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 72,4 Millionen Euro, gegenüber 90,8 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahrs (-20,3 Prozent).
Die globalen Märkte entwickelten sich laut Palfinger differenziert. In der Region EMEA sei der Auftragseingang seit dem vierten Quartal 2024 auf stabilem Niveau geblieben, trotz der noch nicht implementierten Infrastrukturprogramme. In den Vereinigten Staaten führte die Einführung der Zölle zu einer rückläufigen Nachfrage und Profitabilität.
Die Region Lateinamerika verzeichnete hingegen dank der wirtschaftlichen Entwicklungen in Brasilien, speziell im ersten Halbjahr 2025, ein Rekordniveau. In der Region APAC (Asien-Pazifik) setzte sich das Wachstum nach eigenen Angaben fort, vor allem durch die Entwicklung in Indien. Der Geschäftsbereich Marine habe von einem attraktiven Marktumfeld profitiert, sagt Palfinger.
"Diese regional unterschiedlichen Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, proaktiv und flexibel zu agieren und Chancen dort konsequent zu nutzen, wo sie entstehen", sagt Andreas Klauser, CEO der Palfinger AG. "Nur so können wir auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen profitables Wachstum sichern."
Palfinger hat im dritten Quartal durch den Verkauf eigener Aktien den Streubesitz auf 43,5 Prozent erhöht. Dadurch wurde nach eigenen Angaben ein Erlös von mehr als 100 Millionen Euro erzielt, der in strategische Wachstumsprojekte investiert werden soll.
Die Zollentwicklungen im dritten Quartal, insbesondere die US-Zölle nach Section 232, die unter anderem Stahl- und Aluminium-Erzeugnisse sowie Kupfer-Halbzeuge betreffen, können laut den Angaben nicht vollständig kompensiert werden. Die Zölle haben nach Einschätzung von Palfinger auch im vierten Quartal Auswirkungen auf Output und Profitabilität in den USA.