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Vier Beiträge zur Zukunft des Bauens

Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) prämierte vier Abschlussarbeiten in Bauingenieurwesen und Architektur, die durch Innovation und Praxisrelevanz bestechen.

Von ABZ
Verband prämiert Abschlussarbeiten
Peter Weber (Baupreisjurymitglied, v. l.), Prof. Klaus Holschemacher (Baupreisjurymitglied), Jörg Muschol (BIVO-Präsident), Dr. Lydia Hüskens (Infrastrukturministerin Sachsen-Anhalt), Mia Krüger (Sonderpreisgewinnerin Architektur), Antonella Polzin (Sonderpreisgewinnerin Bauingenieurwesen), Josefine Knoche (Gewinnerin des Preises der Ostdeutschen Bauindustrie Teilbereich Bauingenieurwesen), Oliwia Fila (Gewinnerin des Preises der Ostdeutschen Bauindustrie Teilbereich Architektur), Dr. Robert Momberg (BIVO-Hauptgeschäftsführer). | Foto: Marcus Hartelt

Potsdam (ABZ). – Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) hat auch in diesem Jahr vier herausragende Abschlussarbeiten aus dem Bereich Bauingenieurwesen und Architektur mit dem "Preis der Ostdeutschen Bauindustrie" ausgezeichnet.

Der Preis wird seit 2004 vergeben. Nach Ansicht von BIVO-Präsident Jörg Muschol zeigten die prämierten Arbeiten, "dass wir in Ostdeutschland hervorragend ausgebildete Talente haben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Bauens aktiv mitzugestalten."

Die prämierten Abschlussarbeiten verbinden nach Aussage des Verbands wissenschaftlichen Anspruch mit hoher Praxisrelevanz und klarem Zukunftsbezug.

Im Bereich Bauingenieurwesen wurde Josefine Knoche (HTWK Leipzig) mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. In ihrer Master-Arbeit geht es nach Angaben des BIVO um die Entwicklung eines CO2-reduzierten Betons, bei dem Ziegelrezyklat als Zementersatz zum Einsatz kommt. Die Arbeit überzeuge durch ihre fundierte materialtechnische Analyse und ihren konkreten Anwendungsbezug im Carbonbetonbau. Den Sonderpreis erhielt Antonella Polzin (HTWK Leipzig) für ihre Arbeit zur Verbindungstechnologie für Wände in hybriden Holz-Carbonbeton-Bauweisen. Ihr Beitrag leistet einen wichtigen Impuls für ressourcenschonendes und innovatives Bauen, erklärt der Verband.

Der Hauptpreis in der Fachdisziplin Architektur ging an Oliwia Fila (TU Dresden). Ihre Diplomarbeit "Urban LAB Archipelago Dresden 2023" entwirft ein Reallabor für zirkuläres Bauen im Ostragehege der Landeshauptstadt. Das Konzept verknüpft Materialkreisläufe, Bildungsangebote, Logistik und urbane Infrastruktur zu einem zukunftsfähigen Stadtentwicklungsmodell. Der Sonderpreis ging an Mia Krüger (TU Dresden). Ihre Arbeit mit dem Titel "In neuem Gewand: Konglomerat Festspielhaus Baden-Baden" zeigt auf experimentelle Weise, wie eine kreative Weiterentwicklung im Bestand gelingen kann.

Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 260 Bauunternehmen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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