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Expansion nach Lateinamerika

Von ABZ
Verbesserung der Risikodiversifizierung
Andrés Bernal Correa (CEO der IMSA Group S.A., der ehemaligen Eigentümerin der O-tek Internacional S.A.S., l.) und Michael Junghans (CEO der Wietersdorfer Gruppe) bei der Übernahme der O-tek Internacional S.A.S. | Foto: Wietersdorfer Gruppe

Klagenfurt (ABZ). – Die Wietersdorfer Gruppe setzt laut eigener Angabe ihren erfolgreichen Internationalisierungskurs fort. Nach dem Einstieg in den afrikanischen Markt im Jahr 2021 erfolge nun der Schritt nach Lateinamerika.

Mit August 2023 übernimmt die Wietersdorfer Gruppe 100 Prozent an der O-tek Internacional S.A.S. mit Produktionsstandorten in Kolumbien und Mexiko sowie einer 25,1-Prozent-Beteiligung an einem Produktionsstandort in Argentinien. Die Wietersdorfer Gruppe stärke mit dem Erwerb der O-tek Internacional S.A.S. ihr Geschäftsfeld der glasfaserverstärkten Kunststoffrohre (GFK) und baue ihre Geschäftstätigkeit außerhalb Europas aus.

Die O-tek-Unternehmensgruppe, deren Erfolgsgeschichte bis ins Jahr 1995 zurückreiche, sei laut Unternehmen bestens in den lateinamerikanischen Märkten etabliert und stehe für höchste Qualität und Zuverlässigkeit bei glasfaserverstärkten Kunststoffrohren. Mit rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kolumbien, Mexiko und Argentinien sowie einem erwarteten Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 bediene die O-tek-Gruppe Absatzmärkte in zahlreichen lateinamerikanischen Ländern, darunter Argentinien, Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Dominikanische Republik, Peru und Paraguay. Für Wietersdorfer bedeuten diese neuen Märkte laut eigener Angabe nicht nur eine geografische Diversifikation, sondern auch eine Verbesserung der Risikodiversifizierung und Resilienz der Kärntner Unternehmensgruppe.

"Indem wir uns auf neue, erfolgsversprechende Märkte ausrichten, sichern wir nicht nur die Weiterentwicklung unseres GFK-Geschäftsfelds, sondern tragen auch dazu bei, die Infrastruktur und damit die Lebensqualität von Millionen von Menschen zu verbessern", erklärt Michael Junghans, CEO der Wietersdorfer Gruppe. O-tek sei damit neben Hobas und Amiblu das dritte Unternehmen im Wietersdorfer-Geschäftsfeld GFK-Rohre. Zum Einsatz kommen die glasfaserverstärkten Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von bis zu 3 Metern und Druckstufen von bis zu 32 bar vor allem bei Infrastrukturprojekten im Trink- und Abwasserbereich.

In beiden Segmenten, aber auch im Bereich der Wasserkraft biete der lateinamerikanische Markt laut Unternehmensgruppe Potenzial: Lediglich die Hälfte der lateinamerikanischen Haushalte sind an entsprechende Kanal- und Abwassersysteme angeschlossen und 30 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Große Infrastrukturprojekte sind die Folge. Hinzu komme, dass sich durch die Verlagerung der Produktionskapazitäten von China zurück nach Nord- und Südamerika weitere Marktpotenziale auftäten.

Die Produkte des neuen Wietersdorfer Familienmitglieds O-tek, aber auch die Produkte der in den USA ansässigen und zur Wietersdorfer Gruppe gehörenden Hobas eignen sich aufgrund ihrer überlegenen CO2-Effizenz, ihrer Qualität und ihrer Langlebigkeit perfekt für Trink- und Abwasserprojekte im großen Umfang, so das Unternehmen.

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