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Energiekosten um etwa 50 Prozent gesenkt

Firma Welbers nutzt den RM 100GO! hybrid für vollelektrisches Kiesbrechen, senkt Energiekosten um 50 %, schont die Umwelt und bietet Flexibilität im Einsatz.

Von ABZ
Vollelektrisch und vollflexibel
Der RM100GO! Hybrid in der Kies-Aufbereitung im vollelektrischen Betrieb über Netzstrom. | Foto: C. Christophel

Wemb (ABZ). – Bis zu 110 t Kies pro Stunde bricht Firma Welbers in Wemb, Nordrhein-Westfalen, laut eigener Aussage mit dem RM 100GO! hybrid, und das vollelektrisch, direkt am Netz.

Die Ergebnisse sprechen laut Unternehmen für sich: der vollelektrische Antrieb über Netzstrom senkt die Energiekosten um rund 50 % und schont dabei durch geringe Emissionen die Umwelt. Zusätzlich profitiere der Familienbetrieb von der maximalen Flexibilität des Hybrid-Prallbrechers. Schließlich wird der RM-Brecher neben der vollelektrischen Kiesaufbereitung auch im autarken Betrieb über den Dieselmotor in der Aufbereitung von Bauschutt eingesetzt.

Seit Generationen betreibt das Familienunternehmen Welbers zwei Kieswerke am Niederrhein. Die Region ist besonders reich an Kies und Sand aufgrund der geologischen Vergangenheit und der geografischen Gegebenheiten.

Straßen-, Häuser- und Gartenbau

Während der letzten Eiszeit hinterließ der Rhein massive Ablagerungen von Kies, Sand und Schotter, die sich im Laufe der Zeit zu den großzügigen Vorkommen entwickelten, die wir heute vorfinden und die seit Jahrzehnten abgebaut werden. Mit qualitativ hochwertigen Materialien versorgt Welbers dem eigenen Bekunden entsprechend die Region für den Straßen-, Häuser- und Gartenbau. Kies und Sand sind mit den Jahrzehnten ein immer wertvolleres Gut in der Region geworden, so soll der Bedarf der Bauindustrie nach wie vor hoch sein, doch sind Erweiterungsgenehmigungen und Neuaufschlüsse rar gesät.

Die Anforderungen steigen und Rohstoffe müssen effizient ausgenutzt werden. Ein triftiger Grund für Jonathan Schaffers, Geschäftsführer der Welbers Kieswerke GmbH, sich mit seinem bestehenden Lieferanten Christophel auszutauschen. Die Verbindung zu dem norddeutschen hanseatischen Maschinenhändler Christophel besteht seit Jahrzehnten. Im Inventar von Welbers findet sich schließlich eine Powerscreen Turbo Chieftain 1400 (Baujahr 2000), sowie seit Kurzem die modulare Kieswäsche CityEquip CleanWash.

Schnell waren die Anforderungen im gemeinsamen Gespräch umrissen: Schaffers sucht eine Aufbereitungsanlage, welche zum einen seine rund 40.000 t Kies 16 bis 130 mm auf ein 0 bis 16 mm runterbricht, gleichzeitig aber auch in der Lage ist, seine anfallenden Mengen Bauschutt 0 bis 650 mm auf ein 0 bis 45 mm bei hoher Leistung zu brechen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, wenn man die Materialeigenschaften und zu erzielenden Reduktionsverhältnisse bewertet und mit den Charakteristika der üblichen Brechsystemen – Backen-, Kegel- und Prallbrecher – abgleicht.

Im Detail steckt die Tücke. So wurden die Brechsysteme ergebnisoffen und detailreich gegenübergestellt und sich abschließend für den Weg mit dem flexiblen RM-Prallbrecher entschieden. In einem 1-wöchigen Test konnte die Praxis die Theorie und bereits gesammelten Erfahrungen von Christophel bestätigen, heißt es seitens des Unternehmens. So sei das 3-stufige RM-Prallwerk und die Rotordrehzahl im Elektrobetrieb ideal für den Kieseinsatz eingestellt worden für ein optimales Endkorn bei einem idealen Leistung-Verschleißverhältnis. Die Kornverteilung des gebrochenen 0 bis 16 mm soll bei circa 30 % Sand 0 bis 2 mm, 40 % 2 bis 8 mm und 30 % 8 bis 16 mm gelegen haben.

Bessere Anhaftung des Asphalts

Jonathan Schaffers, Geschäftsführer der Welbers Kieswerke GmbH, ist zufrieden: "Mit dem RM 100GO! hybrid erzielen wir ein deutlich schöneres Bruchbild im Vergleich zu zuvor genutzten Kegelbrechern. In der Folge ergibt sich eine bessere Anhaftung des Asphalts sowie deutlich schönere Ziersplitte für unsere Kunden." In dem Bauschutt-Einsatz konnte der RM100GO! Hybrid mit Nachsiebeinheit MS105GO!, sowie Windsichter WS500GO! Laut Testenden die umliegenden Referenzen bestätigen, sodass der 1-tägige Test in diesem Einsatzgebiet ausreichend war.

Das Bestreben, die Rohstoffgewinnungsflächen in einem ökologisch wertvolleren Zustand zu hinterlassen, als sie zu Beginn der Abgrabung vorgefunden wurde, ist laut eigener Aussage seit jeher die Philosophie des Familienunternehmens Welbers. Deshalb, und um den am Gelände bereits vorhandenen Netzanschluss bestmöglich nutzen zu können, sei die Entscheidung auf die Hybrid-Variante des RM-Brechers gefallen. So stehe einem emissionsfreien, vollelektrischen Betrieb nichts im Weg. Ein angenehmer Nebeneffekt sollen die Kosteneinsparungen sein: die ohnehin hohen Treibstoffkosten sinken und Strom wird eingesetzt.

Einige Tausend Tonnen Kies konnten seit Juli bereits aufbereitet werden und das ganz ohne Treibstoff, heißt es. Momentan plant das Unternehmen, im Kampagnen-Betrieb zu fahren. Alle paar Monate soll für zwei bis drei Wochen Bauschutt gebrochen werden. In der Zwischenzeit wird Kies im vollelektrischen Betrieb aufbereitet. Rund 40.000 t Kies sollen somit pro Jahr am Netz gebrochen werden.

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