Essen (ABZ). – Die Bauwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen: steigende Baukosten, höhere Qualitäts- und Umweltanforderungen sowie Wohnungs- und Fachkräftemangel. Das Unternehmen Rimatem entwickelt als Spezialist für Maschinen und Systeme zur Vorfertigung von Wänden Anlagenlösungen, die diesen Problemen entgegenwirken sollen.
Die Firma bietet automatisierte Mauermaschinen an, mit denen bedarfsgerechte Wandelemente aus verschiedenen Materialien wie Beton, Porenbeton, Kalksandstein und Ziegel hergestellt werden können. Die Elemente können laut Herstelleraussage bis zu 3,5 m hoch und 9 m lang sein, bei Wandstärken von 10 bis 50 cm. Auch Einbauteile wie Rollladen- oder Raffstorekasten können integriert werden.
Eine Neuentwicklung im Sortiment ist die Roboteranlage RA1, die das Leistungsspektrum des Unternehmens erweitert. Das Anlagenkonzept zeichnet sich durch flexible, skalierbare und modulare Ausbaumöglichkeiten aus. Durch den verstärkten Einsatz von Robotern erreicht die RA1 nach Angaben des Herstellers eine Leistung von mindestens 30 m²/h, was mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Halbautomaten HA4 entspricht. Neben den Mauermaschinen umfasst das Angebot auch ein patentiertes Logistik- und Montagesystem, das den Transport und die standsichere Montage der Wandelemente gewährleisten soll.
Rimatem setzt bei der Planung auf offene Datenstandards, um eine detaillierte 3D-Planung und die nahtlose Integration aller kundenspezifischen Prozesse zu ermöglichen. Dadurch können Schnittstellen reduziert und Planungsfehler durch eine modellbasierte Kommunikation aller Beteiligten frühzeitig vermieden werden. Das Unternehmen begleitet seine Kunden von der ersten Idee bis zur Umsetzung und bietet Unterstützung bei der Softwareauswahl, der Entwicklung von Vertriebsstrategien und Logistikkonzepten sowie bei der Schulung von Baustellenteams. Durch die parallele Arbeit auf der Baustelle und im Werk kann die Gesamtbauzeit erheblich reduziert werden.
Da das händische Vermauern zunehmend ein Kostenproblem darstellt, setzt Rimatem auf eine Steigerung des Vorfertigungsgrades. Künftige Produktionsschritte umfassen die Verlagerung weiterer Ausbaustufen ins Werk, wie beispielsweise Elektroinstallation, Fenstermontage und Putzarbeiten.
Bei der Projektierung einzelner Mauermaschinen werden in Zusammenarbeit mit dem Kunden verschiedene Erweiterungsszenarien berücksichtigt. Zu den Kunden von Rimatem zählen nicht nur Bauunternehmen, sondern vor allem auch Steinhersteller weltweit.
Zu Beginn der diesjährigen bauma konnte die Firma einen weiteren Kunden aus Nordrhein-Westfalen gewinnen. Der Bauunternehmer Michael Hauphoff erklärt dazu: "Rimatem liefert uns gesamtheitliche Systemlösungen, um Bauprojekte schneller, effizienter und kostengünstiger abzuwickeln. Die Vorfertigung von Mauerwerkswänden ist für uns ein entscheidender Innovationsschritt, um unsere Wettbewerbsvorteile nachhaltig zu stärken."
Die Firma Rimatem hat sich nach eigenen Angaben in den vergangenen 25 Jahren vom Pionier bei der Vorfertigung von Mauerwerk zum Marktführer für modulare Mauerwerkssysteme entwickelt. Das Unternehmen verweist auf zahlreiche Patente, Innovationen und Aufträge im In- und Ausland, die diese Position belegen sollen.
Die Entwicklung begann mit dem Halbautomaten HA 1978, der kontinuierlich optimiert und bis zum Modell HA4 weiterentwickelt wurde. Mit dem Vollautomaten VA bietet das Unternehmen zudem eine Maueranlage mit hochautomatisierter Maschinentechnik an.
Als neueste Entwicklung erweitert der Robotautomat RA1 das Leistungsspektrum des Unternehmens. Laut Hersteller umfasst das Angebot heute nicht nur Maueranlagen und Transportsysteme, sondern auch verschiedene Dienstleistungen rund um die Herstellung von Modulwänden.
Das Serviceportfolio reicht von der Beratung und Projektierung der Fertigungsstätten bis zur Schulung der Mitarbeiter nach Inbetriebnahme der Maschinen. Nach Unternehmensangaben verfolgt Rimatem dabei einen ganzheitlichen Ansatz für den Fertigungsprozess.