Offenburg/Oberharmersbach (ABZ). – Zwei Traditionsunternehmen im Südwesten haben kürzlich ihre Expertise und Erfahrung gebündelt: Mit der Hybridbau Schwarzwald GmbH i. G. liefern das Offenburger Bauunternehmen Wacker und der Ortenauer Holzbauspezialist Rombach ab sofort Komplettlösungen für den zukunftsweisenden Holzhybridbau im Bereich Gewerbe- und Geschosswohnungsbau.
Mit der notariellen Beurkundung der Firmengründung schafften die beiden Familienunternehmen nun die Voraussetzungen, um ab sofort Hybridbauvorhaben aus einer Hand anbieten und abwickeln zu können. Mit zusammen rund 230 Mitarbeitern sowie einer fast 150-jährigen Firmengeschichte engagieren sich mit Wacker und Rombach zwei regionale Marktführer im Bereich Holzhybridbau, wie die Partner betonen.
Für größere Vorhaben ideal
"Hybridbauten vereinen die Effizienz und statische Leistungsfähigkeit des Stahlbetonbaus mit der Nachhaltigkeit des Holzbaus und sind insbesondere für größere Vorhaben wie Mehrgeschosswohnen, Bürogebäude oder auch öffentliche Bauten und Pflegeeinrichtungen ideal", sagte Ulrich Moosmann, Geschäftsführer Rohbau und Schlüsselfertigbau bei Wacker, der gemeinsam mit Rolf Rombach die Geschäftsleitung des neuen Unternehmens übernimmt. Da der Einsatz des Baustoffes Holz inzwischen laut den Geschäftspartnern in den meisten Bundesländern auch in den Gebäudeklassen 4 und 5 zulässig ist, ist der Holzhybridbau hier eine geeignete nachhaltige Alternative für konventionelle Bauweisen.
Es sei dringend nötig, auch im gewerblichen und öffentlichen Bau den Baustoff Holz als feste Größe zu etablieren, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, so Rolf Rombach, der sich auch als Präsident von Holzbau Baden e. V. und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Holzbau Deutschland im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes für die Belange der Branche engagiert. Rombach führte aus: "Die Kombination der beiden Baustoffe Holz und Beton bedeutet eine sehr komplexe Planung, die über mehrere Baufirmen oft schwer zu steuern ist. Unser Joint Venture hingegen bietet nun die Erfahrung und das Know-how aus beiden Bereichen aus einer Hand und sorgt so für mehr Sicherheit und Verlässlichkeit für Bauherren."
Innovative Wege gehen
Ein wesentliches Ziel der Hybridbau Schwarzwald sei, innovative Wege zu gehen und nachhaltige Bauweisen zu marktfähigen Preisen anzubieten, betonte auch Nico Wacker, Inhaber und Geschäftsführender Gesellschafter von Wacker. "Durch den Schulterschluss mit Rombach Holzbau machen wir den innovativen Hybridbau auch für große Vorhaben günstiger, effizienter und planbarer. Damit etablieren wir nachhaltiges Bauen im kostenbewussten Unternehmens-, Industrie- sowie im kommunalen Bereich als Standard."
Unter dem Dach der Hybridbau Schwarzwald seien nun alle Kompetenzen eines Generalunternehmers gebündelt, die Entscheidungswege kurz und Auftraggeber hätten für alle relevante Fragen, auch im Bereich Gewährleistung, nur einen Ansprechpartner, ergänzte Ulrich Moosmann. Mit mehr als 100 Mitarbeitern und eigenem Sägewerk im waldreichen Schwarzwald ist Rombach Holzbau ein leistungsstarker Familienbetrieb: In der Nur-Holz-Sparte fertigt Rombach jährlich rund 120 Häuser, die nicht nur europaweit, sondern bis nach Japan verkauft werden. In Holzrahmenbauweise werden rund 50 Häuser im Jahr erstellt.
"Für unsere Hybridbauten bieten wir sowohl Vollholzelemente als auch Holzrahmenkonstruktionen an, die Möglichkeiten reichen von einseitig beplankt, gedämmt bis hin zum geschlossenen Element."