Waldachtal (ABZ) | Mit dem System TherMax II bieten die fischerwerke die neueste Generation ihres Abstandmontagesystems an, um Anbauteile am Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zu fixieren. Die Befestigungsvarianten erlauben eine zulassungskonforme Verankerung schwerer Lasten mit thermischer Entkopplung an gedämmten Außenwänden und Deckenstirnseiten, ohne den Wärmeschutz zu beeinträchtigen, verspricht die Firma.
Die Ausführungen des TherMax II mit Gewindestangen in den Maßen M12 und M16 überbrücken laut Hersteller Dämmstoffdicken von 60 bis 300 mm in Beton und bis 250 mm in Lochbaustoffen. Die Gewindestangen aus galvanisch verzinktem Stahl oder Edelstahl werden in Kombination mit den hauseigenen Injektionsmörteln FIS V Plus, FIS SB, FIS EM Plus oder FIS V Zero in Beton, Porenbeton sowie Loch- und Vollsteinmauerwerk verankert. Zur Vermeidung von Wärmebrücken unterbricht ein Anti-Kälte-Konus aus glasfaserverstärktem Hochleistungskunststoff den thermischen Fluss zwischen dem Anbauteil und dem Verankerungsgrund.
Der selbstschneidende Konus fräst sich bei der Montage durch den Putz direkt in den Dämmstoff. Für widerstandsfähige Putzschichten steht zudem eine aufsteckbare Fräsklinge zur Verfügung.
Nach Angaben des Unternehmens bestehen alle Bauteile des Systems außerhalb der Dämmung aus nicht rostendem Stahl. Der Gewindestift M12 für Klemmdicken bis 16 mm ist justierbar und verfügt über eine 6-Millimeter-Sechskantaufnahme, wobei optional Gewindereduzierstifte für M10 oder M8 lieferbar sind. Am Ende des Montagevorgangs wird ein elastischer EPDM-Dichtring auf den Anti-Kälte-Konus aufgesetzt, um Beschädigungen durch den Putz zu verhindern und das System gegen Spritz- und Schlagregen abzudichten. Zusätzliche Abdichtarbeiten des Ringspalts mit Dicht- oder Klebstoffen entfallen durch die Kombination aus dem Dichtring und einer neuen Abdeckkappe.
Eine gelenkige Verbindung zwischen dem abgerundeten Kopf des Konus und der Abdeckkappe erlaubt zudem den Ausgleich schräger Bohrlöcher von bis zu 5° Für eine exakte Ausrichtung des Systems lassen sich der Konus und der Gewindestift ohne Spezialwerkzeug nachträglich justieren, um Wandunebenheiten auszugleichen.
Für mittelschwere Anbauteile wie Leuchten, Briefkästen oder Blitzableiter stehen die Produktvarianten TherMax 8 und 10 bereit. Diese überbrücken nach Unternehmensangaben Dämmdicken von 45 bis 240 mm. Die Systeme kombinieren die Universaldübel UX 10 beziehungsweise UX 12, eine galvanisch verzinkte Stockschraube in M8 oder M10 sowie einen Anti-Kälte-Konus. Der Fräskopf durchtrennt den Putz und Dämmstoff eigenständig, wobei Toleranzen im Wandaufbau bis zu 20 mm ausgeglichen werden können. Der Ringspalt wird bei diesen Varianten mit einem Dichtkleber und einer speziellen Abdeckkappe verschlossen. Als Anschlussmöglichkeiten führt der Hersteller Spanplattenschrauben von 4,5 bis 6 mm (beziehungsweise 5 bis 5,5 mm bei Verwendung des Spreizdübel-Kompatibilitätssystems SX Plus), Blechschrauben von 6,3 mm sowie metrische Schrauben in den Größen M6, M8 und M10 auf. Die Dübel verankern in Voll- und Lochbaustoffen, während in Holzunterkonstruktionen eine direkte Verschraubung erfolgen kann.
Ergänzend bietet fischer für Belastungen direkt in der Dämmung die Dämmstoffdübel FID II, FID II Plus und FID-R sowie die Dämmstoffschraube FID-Z aus Metall an, die für gängige Dämmstoffarten im WDVS eingesetzt werden können.
Wärmebrückenfreie Befestigung am WDVS mit TherMax II
Das neue TherMax II-System ermöglicht wärmebrückenfreie Befestigung von Anbauteilen am WDVS. Mit Anti-Kälte-Konus und galvanischem Stahl wird der Wärmeschutz effektiv gewahrt.
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