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Team TUM Boring erzielt neuen Längenrekord

Team TUM Boring gewinnt den "Not-a-Boring Competition" mit 22,5 m Tunnel, unterstützt von Eaton-Technologie für Steuerung und Antrieb.

Von ABZ
Wettbewerb gewonnen
Bereits zum dritten Mal konnte das Team der Technischen Universität München den von The Boring Company ausgerufenen Tunnelbohrwettbewerb "Not-a-Boring Competition" für sich entscheiden. | Foto: Technische Universität München

Bastrop/USA (ABZ). – Das Team TUM Boring der Technischen Universität München hat zum dritten Mal den Tunnelbohrwettbewerb "Not-a-Boring Competition" gewonnen. Bei der diesjährigen Austragung in Bastrop, Texas, erreichten die Studenten einen neuen Rekord von 22,5 m Tunnellänge. Eaton unterstützte das Projekt erneut mit Steuerungs- und Antriebstechnik.

Als einziges Team mit einer zweistelligen Streckenlänge setzten sich die Münchner klar von den anderen sechs Finalisten ab. Laut Angaben des Herstellers wird die Tunnelbohrmaschine von Eaton-Technologie unterstützt. Das Energiemanagement-Unternehmen sieht in innovativen Tunnelkonzepten einen Beitrag zu nachhaltigerem Verkehr und zur Förderung der Elektrifizierung sowie dem Ausbau digitaler Infrastrukturen. Der von The Boring Company initiierte Wettbewerb wurde 2021 erstmals in Las Vegas ausgetragen. 400 Teams aus aller Welt stellten sich der Aufgabe, innerhalb von sieben Tagen einen 30 m langen Tunnel mit einem halben Meter Durchmesser zu bohren. Zwölf Gruppen qualifizierten sich für das Finale.

Die ersten beiden Wettbewerbe 2021 und 2023 konnte TUM Boring bereits für sich entscheiden. Nach einer Pause im Jahr 2024 kehrte das Team 2025 mit dem neuen Rekord zurück. Die Technologie wäre laut Team für noch längere Strecken ausgelegt gewesen, allerdings machte die Geologie vor Ort mit besonders hartem Untergrund einen Strich durch die Rechnung.

"Die zentrale Idee des Wettbewerbs ist es, Innovation im Tunnelbau voranzutreiben – durch eigene Entwicklungen und den Austausch mit internationalen Teams", erklärt Felix Blanke, einer der Projektleiter. Industriepartner könnten dabei neue technische Ansätze und Talente entdecken. Viele Teilnehmer fänden im Anschluss Praktika oder Jobs bei Sponsoren oder dem Veranstalter. Während andere Teams vollständig neue, experimentelle Maschinenkonzepte verfolgen oder nahe an bestehenden Industriestandards arbeiten, setzt TUM Boring auf einen Mittelweg. Das Team verwendet ein bewährtes Maschinenkonzept, das an einzelnen Stellen weiterentwickelt wird, um höhere Geschwindigkeit und längere Bohrdistanzen zu erreichen.

Das Grundkonzept basiert auf Rohrvortrieb ("Pipe Jacking"). Dabei werden vorgefertigte Tunnelrohrsegmente oberirdisch bereitgestellt und nach und nach unterirdisch vorgeschoben. Im Gegensatz zu Teams, die die tragende Tunnelstruktur vollständig unterirdisch errichten wollen, setzt München auf den klassischen Vortrieb mit nachgeschobenen Stahlrohrsegmenten in Kombination mit Eigenentwicklungen. Das Vorschubsystem – der Rahmen, der die Rohre greift und unter die Erde schiebt – wurde komplett neu gestaltet. Dadurch können die Rohre deutlich schneller und effizienter ins Erdreich eingebracht werden als mit herkömmlicher Technik. Die von Eaton zur Verfügung gestellten Komponenten kamen in drei Bereichen der Maschine zum Einsatz. Bei der Installationstechnik verwendete das Team Leitungsschutzschalter, Hauptschalter, Schütze und Motorschutzschalter im zentralen Schaltschrank. Größtenteils wurden bestehende Komponenten aus der vorherigen Konstruktion von 2021 wiederverwendet. Die Steuerungstechnik basiert auf einer Eaton SPS vom Typ XC-303 sowie einem XP-504 21-Zoll-Touchpanel. Die SPS kommunizierte laut Team über CAN-Bus, easyE4/ISA-Karte sowie EtherNet/IP.

Dabei lief die Steuerung stabil, selbst bei hoher Datenlast. Die Leistung musste sogar gedrosselt werden, um die Datenvisualisierung auf dem Touchpanel zu gewährleisten. Bei der Antriebstechnik kamen Eaton-Frequenzumrichter der DA1-Serie zur Steuerung von Nebensystemen zum Einsatz, etwa für den Vorschub der Tunnelrohre. Der Hauptantrieb des Bohrkopfs wurde nicht darüber gesteuert.

"Unser Ansprechpartner Herr Mäck war stets zur Stelle, wenn wir etwas gebraucht haben, und half uns dabei, aus dem umfangreichen Katalog die Produkte herauszusuchen, die wir wirklich brauchen", sagt Jens Zaigler, verantwortlich für die Stromversorgungs- und Kontrolleinheiten.

Das TUM-Boring-Team steht laut eigener Aussage bereits in den Startlöchern für den nächsten Wettbewerb, wo die angestrebte 30-Meter-Distanz erreicht werden soll. Eaton will das Projekt auch weiterhin mit Elektronik und Beratung begleiten.

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