Mittweida (dpa). – Hohe Kosten, sinkende Nachfrage: Der Ausblick vieler Unternehmen in Sachsen für 2025 ist mau. Das hat Folgen für den Arbeitsmarkt.
Außer im Dienstleistungssektor sei in allen Wirtschaftsbereichen mit sinkender Beschäftigung zu rechnen, informierten die Industrie- und Handelskammern unter Berufung auf ihre aktuelle Konjunkturumfrage. An der Umfrage zum Jahresbeginn hätten sich 1550 Unternehmen aus Industrie, Baugewerbe, Handel, Dienstleistungen, Verkehr sowie Gastgewerbe und Tourismus beteiligt - mit fast 86.000 Beschäftigten. Die Geschäftslage hat sich binnen Jahresfrist leicht verschlechtert.
Den Kammern zufolge sitzt die Verunsicherung bei vielen Unternehmen tief. Fast jedes Dritte (31 Prozent) rechne mit sinkenden Umsätzen, 22 Prozent mit einem Anstieg. Als Belastungen werden demnach vor allem hohe Arbeitskosten auch infolge gestiegener Löhne genannt. Sie hätten im Ranking der geschäftlichen Risiken die hohen Energiepreise von Platz 1 verdrängt. Größer wird inzwischen auch die Gefahr einer schwachen Inlandsnachfrage eingeschätzt.