Stuttgart (ABZ). – Wolff & Müller feiert 2026 sein 90-jähriges Bestehen. Das 1936 in Stuttgart gegründete Familienunternehmen ist nach eigenen Angaben heute mit 2250 Mitarbeitenden an 25 Standorten in Deutschland tätig. Die Unternehmensgruppe ist in den Geschäftsfeldern Bauen, Baustoffe und Dienstleistungen aktiv.
Nach Herstellerangaben erreichte die Gruppe im Geschäftsjahr 2025 eine Jahresleistung von 1,092 Milliarden Euro. Davon entfielen rund 961 Millionen Euro auf das Geschäftsfeld Bauen.
»Jede Unternehmergeneration hat Wolff & Müller auf ihre Weise geprägt und weiterentwickelt. Immer ging es aber darum, das Unternehmen stabil und unabhängig an die nächste Generation weiterzugeben. Diese langfristige Perspektive bestimmt unsere Entscheidungen auch heute. Wir verdanken diesen Weg unseren Mitarbeitenden, Kunden und Partnern«, sagt Dr. Albert Dürr, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens.
Entwicklung über drei Generationen
Die Unternehmensgeschichte begann 1936 mit der Übernahme eines Baugeschäfts durch den Diplomingenieur Karl Wolff. Kurz darauf trat Baumeister Gottlob Müller in das Unternehmen ein. Nach Angaben des Unternehmens war Wolff & Müller nach dem Zweiten Weltkrieg am Wiederaufbau Stuttgarts beteiligt. In den folgenden Jahrzehnten wurden die Aktivitäten unter anderem um eigene Baustoffproduktionen sowie Leistungen im Tief- und Straßenbau, Wohnungsbau und der Altbaumodernisierung erweitert.
1977 übernahm Wolfgang Dürr die Geschäftsführung. Nach Unternehmensangaben entwickelte sich Wolff & Müller in dieser Zeit zu einer breit aufgestellten Baugruppe und erweiterte seine Geschäftsfelder unter anderem um Immobilienservices, Spezialtiefbau und Beteiligungen.
Seit 2005 führt Dr. Albert Dürr das Unternehmen in dritter Generation. Laut Unternehmensangaben wurden die Gesellschaften unter dem Dach einer Holding neu geordnet. Zudem gewannen Digitalisierung, Building Information Management (BIM), Lean-Construction-Methoden sowie serielle Bauweisen an Bedeutung.
»Bauelemente und Module lassen sich standardisieren, im Werk vorfertigen und dann vor Ort montieren – ein Beispiel für die Industrialisierung des Bauens«, erklärt Dr. Dürr.
Strategie bis 2030
Mit der Strategie 2030 verfolgt Wolff & Müller nach eigenen Angaben weiteres Wachstum und den Ausbau der Fachkräftebasis. Investiert werden soll unter anderem in Bereiche wie Infrastruktur für die Energie- und Verkehrswende, serielle Bauweisen sowie das Bauen im Bestand.
»Wir investieren gezielt in Bausegmente, die Antworten auf die großen Megatrends unserer Zeit geben – etwa Dekarbonisierung, Digitalisierung und Gesundheit«, sagt Dr. Dürr.
Nach Unternehmensangaben wurden 2026 außerdem der Deutsche Baupreis in der Kategorie »Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden« sowie zum sechsten Mal in Folge der »Best Managed Companies«-Award verliehen. Im Online-Magazin des Unternehmens wird anlässlich des Jubiläums zudem auf die Entwicklung der vergangenen neun Jahrzehnte zurückgeblickt.