Frankfurt am Main (ABZ). – Da bei Gerüstbauarbeiten ein sehr hohes Absturz- und Unfallrisiko besteht, werden die Sicherheitsmaßnahmen durch gesetzliche Vorschriften und Arbeitsschutzrichtlinien immer weiter verbessert und verstärkt. Beispielsweise schreiben die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2121) vor, dass vor dem vertikalen Handtransport von Gerüstbauteilen auf die nächsthöhere Gerüstebene mindestens ein zweiteiliger Seitenschutz (bestehend aus Geländer und Zwischenholm) vorhanden sein muss.
Dies kann sowohl durch den Einsatz eines temporären vorlaufenden Geländers oder eines in das Gerüstsystem integrierten und dort verbleibenden Seitenschutzes erfolgen.
Um die Absturzgefahren bestmöglich zu minimieren, empfiehlt die BG Bau als technische Maßnahme allerdings den Einsatz eines systemimmanenten Seitenschutzsystems, welches für den Gerüstmonteur eine systembedingte und anschließend im Gerüst verbleibende vorlaufende Absturzsicherung bildet.
Viele schon auf dem Markt befindlichen Systemlösungen dazu sind jedoch relativ kostenintensiv, beziehungsweise unhandlich und sperrig, heißt es seitens Albert Gerüst- und Gerätetechnik. Besonders der Platzbedarf den diese Systeme auf den Fahrzeugen in Anspruch nehmen, stelle für den Gerüstbauer eine große Herausforderung dar, da die besetzte Fläche nicht mehr für den Transport anderer Gerüstkomponenten zur Verfügung steht.
Günstige Alternative zu diesen Systemen
Die Firma Albert Gerüst- und Gerätetechnik hat laut eigener Aussage mit dem "Verbleibenden-Albert-Pfosten" (VAP) eine neue, praktikable und kostengünstige Alternative zu diesen Systemen entwickelt.
Das vom Unternehmen Albert konstruierte permanente Seitenschutz-System besteht nicht aus einem ganzheitlichen sperrigen Rahmen, sondern aus zwei einzelnen Geländerpfosten, welche durch zwei metrische Rückengeländer mit Locheinhängung miteinander verbunden werden, so der Hersteller.
Die Besonderheit dieses Systems liege darin, dass das Blitzfix-System mit den Achsmaßen 1,57 m, 2,07 m, 2,57 m und 3,07 m durch den Einsatz des vom Unternehmen entwickelten Geländerpfostens mit den gängigen metrischen Rückengeländern des UNITAC-Systems (Z-8.1-979) kombiniert werden könne.
Zur Montage wird der VAP über den Rohrverbinder des Vertikalrahmens gesteckt. Eine Halbschale dient als Druckabstützung am unteren Ende des Pfostens. Eine weitere verdrehbare, arretierbare Halbschale sichert den Pfosten in seiner Lage.
Pfosten auf den Vertikalrahmen gesteckt und fixiert
Das Kopfstück des Pfostens besteht aus zwei Alu-Kästchen an welchen jeweils ein Haken sowie ein Kippstift angebracht sind. Zunächst wird der Pfosten auf den Vertikalrahmen der bereits gesicherten Ebene gesteckt und fixiert. Nachfolgend werden zwei Rückengeländer zuerst über den Haken des oberen Kästchens, dann über den Haken des unteren Kästchens des Pfostens geführt. Als nächstes werden die beiden Geländer auf die Kippstifte des zweiten Pfostens gesteckt.
Wenn dies geschehen ist, wird der zweite Pfosten am nächsten Rahmen montiert. So dient der Verbleibende-Albert-Pfosten zusammen mit den Rückengeländern als dauerhafter Seitenschutz, der vorlaufend montiert wird und in den Regelausführungen der Zulassungen Z-8.1-885 (Gerüstsystem "ALBERT BLITZFIX 70") und Z-8.1-965 (Gerüstsystem "ALBERT BLITZFIX 70 Alu") verwendet werden kann, heißt es.
Durch die Anordnung der Rückengeländeraufnahme im Abstand von 70 mm können die herkömmlichen UNITAC-Rückengeländer verwendet werden. Der zusätzliche Einbau von Blitzfix-Geländern soll somit nicht mehr erforderlich sein. Dies bedeutet zwar, dass dadurch die ursprünglich verwendeten Geländer ersetzt werden müssen, allerdings ließen sich metrische Geländer mit Locheinhängung schneller montieren, sind platzsparend zu lagern und einfacher auf den Lkw zu be- beziehungsweise zu entladen.
Sicherheitsanforderungen im Gerüstbau effektiv umsetzen
Der Verbleibende-Albert-Pfosten soll eine praktische Lösung darstellt, um die Sicherheitsanforderungen im Gerüstbau effektiv umzusetzen. Durch die einfache Handhabung bietet das VAP nicht nur eine zuverlässige Absturzsicherung, sondern auch eine platzsparende, kostengünstige und benutzerfreundliche Alternative zu den bereits existierenden Geländersystemen, betont der Hersteller.